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SMART auch ganz ohne WLAN!

25 Jungs zwischen 15 und 18 Jahren machten beim Extreme-Camp des ECyD in Eberstalzell (Oberösterreich) so manch neue Erfahrungen

 

Weit weg vom nächsten Dorf, hoch oben auf dem Hochkogel, sitzen ein paar Jungs vor einer Berghütte und blicken in den klaren Nachthimmel. Sie machen in der Abgeschiedenheit eine völlig neue Erfahrung: Unglaublich, welch prachtvolles Sternenmeer von hier aus zu sehen ist, zum Greifen nahe scheint. Kein Geräusch, kein künstliches Licht, kein Smartphone, nur Natur pur. Morgen wollen sie auf den Gipfel gehen, der sich in der Dunkelheit nur schemenhaft abzeichnet.

Leadership auch ganz praktisch

Das fünftägige „Extreme Camp“ unter der Leitung von Pater Raphael Ballestrem LC bietet ein vielfältiges Angebot an Aktivitäten und geistlichen Inputs, aber auch praktisches Handwerkszeug zum Thema „Entfaltung von Leadership“. Bei einer theoretischen Einheit erfahren die Teilnehmer von Betreuer Fabian Lorey und Br. Michael Hemm LC, warum Ziele im Leben wichtig sind und wie man diese setzt. Dabei greifen sie auch auf einen gewissen Arnold Schwarzenegger zurück, konkret lernen sie dessen sogenannte SMART-Methode kennen: Ein Ziel muss Spezifisch, Messbar, Attraktiv, Realistisch und Terminiert sein (siehe Wikipedia). Bei einer Übung formulieren dann die Jungs ihre Ziele für das kommende Jahr. „Dieser Input über die Zielstrebigkeit mit der Motivation von Arnold Schwarzenegger war für mich sehr hilfreich. Er spricht in einem nicht-christlichen Kontext. Aber die Wichtigkeit der Zielstrebigkeit gilt ja genauso für uns Christen, ist Joel (18) überzeugt. Bei einem weiteren Impuls hört die Gruppe, wie bereichernd es sein kann, seine Zeit und Talente für andere einzusetzen. Das Zeugnis von Betreuer Michael Lorey, der von seinem Jahr als Coworker in den USA erzählt, beeindruckt.

Action pur und Momente der Einkehr

Ein Highlight des Camps ist die zweitägige Bergwanderung mit Hüttenübernachtung und Bergmesse. „Am besten hat mir die Bergwanderung gefallen. Die Stille der Natur und den schönen Abend auf der Hütte genießen zu können, ohne WLAN, war richtig gut“, reflektiert Quirin (16). Neben der Bergwanderung bleiben der Besuch einer Eishöhle, eine Mountainbike-Tour am Hallstätter See, Reifen- und Wakeboardfahren am Traunsee, Turmspringen und vieles noch lange in Erinnerung. Auch das geistliche Programm mit täglicher Messe, Morgengebet, Anbetungsabend mit Beichtgelegenheit und Nachtanbetung hinterlassen bleibende Eindrücke: „Beim Anbetungsabend war es für mich sehr bewegend, als wir persönliche Fürbitten formuliert haben und wir somit die Anliegen eines jeden einzelnen vor Gott gebracht haben“, schildert Markus (16).

Eine Gemeinschaft, die trägt

Ein Mehrwert des Camps ist für Markus neben all den Aktivitäten auch die Begegnung: „Die Gemeinschaft in diesen Tagen war richtig gut. Jeder ist mit jedem, unabhängig vom Alter, gut ausgekommen. Ich habe mich echt gefreut, viele Freunde wiederzusehen und neue Freundschaften zu schließen. Außerdem hatten wir zwischendurch immer wieder richtig gute Gespräche.“ Auch Joel (18) freut sich: „Als ich ankam, kannte ich fast niemanden von den anderen Teilnehmern. Durch den Austausch und das gute Miteinander habe ich alle Namen gelernt und weiß auch von jedem etwas Persönliches.“

Was bleibt?

Das Camp hat mich motiviert, weiter regelmäßig zu beten. Das ist einfach notwendig, wenn die Freundschaft mit Jesus wachsen soll“, ist Quirin überzeugt. Markus nimmt aus dem Camp vor allem zweierlei mit: „Ich bin jetzt motiviert, mir konkrete Ziele für mein nächstes Jahr zu setzen. Und außerdem habe ich erfahren, wie erfüllend es ist, wenn man mehr auf die anderen als auf sich selber fokussiert ist.“

Samuel Jeschke

 

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Offenherzige und fröhliche Apostel

17 Jungen nahmen am „Mission is possible“-Camp des ECYD im ApostelHaus des Regnum Christi in Ratingen teil.

 

„Alles an Christus erinnert uns daran, dass ihm die Welt, in der wir leben, und ihre Erlösungsbedürftigkeit nicht fremd sind; er ruft uns auch dazu auf, dass wir uns als aktiver Teil dieser Sendung fühlen: »Geht also an die Kreuzungen der Straßen und ladet alle, die ihr trefft, […] ein! (Mt 22,9)“, sagt uns Papst Franziskus in seiner Botschaft zum Weltmissionssonntag 2021. Die Mission zu leben bedeute, sich darauf einzulassen, die gleiche Gesinnung wie Christus Jesus zu pflegen und mit ihm zu glauben, dass der Mensch neben mir auch mein Bruder oder meine Schwester ist.

 

Doch wie geht Mission?

„Wir versuchen den Jugendlichen mit auf den Weg zu geben, dass sie zum Aposteldasein berufen sind. Daher zeigen wir ihnen, wie sie ein regelmäßiges Gebetsleben in ihrem Alltag unterbringen, laden interessante Persönlichkeiten ein, Zeugnis über ihre Berufung zu geben und bringen ihnen die aktive Nächstenliebe nahe. Impulse und Katechesen dürfen da natürlich auch nicht fehlen“, erzählte P. Raphael Ballestrem LC, der das „Mission is possible“-Camp des ECYD im ApostelHaus Ratingen leitete.

 

Jesus statt Fußball

Das Leben von Fußballprofi Patrick Kaesberg war beim SV Darmstadt 98 eigentlich klar vorgezeichnet: Geld, Karriere, Macht, je mehr desto besser. „Ich habe aber bald gespürt, dass es nicht das ist was einen glücklich macht“, erzählte er den Jungen bei seinem Besuch in Ratingen. Er spürte, dass er Priester werden sollte, dennoch dauerte es drei Jahre bis er dem Ruf folgte. „Es war so als ob jemand an meine Türe klopft und du weißt es ist der Herr, es ist Christus. Und du antwortest: Klopf mal woanders, es gibt noch andere“, gab er den Jungen Zeugnis. Aber Christus blieb hartnäckig und so wurde Patrick Kaesberg 2019 zum Priester geweiht.

Zur besonderen Freude der Teilnehmer gab er nicht nur Zeugnis über seine Berufung, sondern legte auch noch mit den Jungen eine Trainingseinheit auf dem Fußballfeld hin.

„Beim Thema Zeugnis informierten sich die Burschen auch über verschiedene weitere Persönlichkeiten. In Teams aufgeteilt stellten sie in jeweils fünf Minuten das Leben und Wirken von Don Bosco, Maximilian Kolbe und Mutter Theresa vor“, erzählte P. Raphael.

 

„Ich freu mich auf den Himmel“

Neben den Heiligen wählten die Jungen eine beeindruckende Persönlichkeit der Gegenwart: Philipp Mickenbecker, YouTube-Creator und „The Real Life Guy“, der diesen Juni an den Folgen seiner Krebserkrankung verstorben war. Gemeinsam mit seinem Zwillingsbruder Johannes startete er den YouTube Kanal „The Real Life Guys“, der mittlerweile über 1,4 Millionen Abonnenten aus aller Welt zählt. In ihren Videos motivieren sie junge Leute, in die Natur zu gehen und Abenteuer zu erleben.

Philipp und seine Geschwister waren zwar christlich aufgewachsen, doch erst durch seine Diagnose und Krankheit fand er selbst zu Gott und legte Zeugnis von seinem Glauben ab. Mit seiner Aussage: „Gott nimmt Schweres nicht weg, sondern trägt uns durch“, motivierte er viele Menschen ihr Schicksal anzunehmen.

 

Der Blick auf den Nächsten

„Zunächst hatten wir eine Aktion der Nächstenliebe geplant – Altglas einsammeln und für die Leute zum Container bringen – haben es aber wegen Bedenken bezüglich Corona fallen gelassen“, erzählte P. Raphael. Stattdessen hätten sie mit den Jungs eine Runde gemacht, in der sie die guten Eigenschaften der anderen lobten. „Das war unglaublich erbaulich, denn die Jungs haben ihren Blick für das Gute in den anderen geschult.

Während der Impulse ging P. Raphael mit den Jungen noch mal besonders auf die Themen Gebet für andere ein. „Zeigt euren Mitmenschen, dass alle glücklich sein wollen, dass die weltlichen Dinge unser Herz nicht füllen und dass nur Gott uns wirklich glücklich macht. Viele Menschen wissen nicht, dass Jesus auf unsere Hilfe hofft,“ ermunterte er sie.

 

Kein Camp ohne Action!

Neben dem Fußballtraining mit Vikar Patrick besuchten die Jungen den Aquapark „Blaue Lagune“, fuhren mit Kanus auf der Ruhr von Essen-Werden bis Kettwig und hatten Zeit für Outdoorgames und Sport im Freien. Jugendliche des Regnum Christi organisierten für die Teilnehmer einen „Casino Abend“. Außerdem galt es einen Kriminalfall zu lösen: „Die Jungs mussten bei einem Rechtsanwalt die Akte des „Verbrechers“ abholen. Unterwegs trafen sie einen Wachtmeister, der ihnen das Hotel verriet, in dem der „Verbrecher“ zu finden war. Dort haben sie dann von einem Detektiv einen USB-Stick mit geheimen Dokumenten erhalten, und so weiter“, erzählte P. Raphael.

Eine weitere Aufgabe gab es für die Jungen: Sie sollten durch Ratingen zu gehen und Gebetsanliegen sammeln. Während der abendlichen Anbetungsstunde haben sie dann für diese gebetet. „Natürlich haben viele Leute nicht mitgemacht, aber viele waren sehr dankbar, dass sie ihre Anliegen loswerden konnten, das hat die Jungs überrascht!“, zeigte P. Raphael sich erfreut.

 

Nur im Team sind wir stark

Der Aquapark war genial, weil man da viel zusammen spielen und toben konnte. Das war quasi ein riesiger Abenteuerspielplatz. Ich habe im Camp gelernt, wie ich anderen helfen kann. Ich will jetzt öfter für andere beten und ein gutes Vorbild sein, zum Beispiel indem ich freiwillig zuhause in der Küche helfe“, ist Clemens (14 Jahre) motiviert.

Samuel (11 Jahre) hat erfahren, wie wichtig Nächstenliebe ist: „Das Fußballtraining mit einem ehemaligen Profi war ein tolles Erlebnis. Da habe ich nochmal gelernt, dass Zusammenspiel sehr wichtig ist. Beim Stadtkrimispiel habe ich gelernt, dass es manchmal Hindernisse im Leben gibt und nicht immer alles leicht ist, aber dass es sich lohnt, bis zum Ende durchzuhalten. Außerdem habe ich auf diesem Camp gespürt, wie wichtig die Nächstenliebe ist. Zuhause möchte ich mehr mit meinen Geschwistern spielen.“

Jan-Niklas (12 Jahre) möchte zu Hause öfter beten: „Das Stadtkrimispiel war genial. Das hat auch die Gemeinschaft gestärkt. Auch der Besuch vom Patrick war gut. Da habe ich gelernt, wie ein Team sehr stark sein kann, wenn es zusammenhält. Im Camp habe ich außerdem verstanden, dass Gott einen Plan für uns hat und dass es ein großes Abenteuer ist, diesen zu entdecken. Zuhause will ich mehr beten, weil Jesus mir dort Kraft gibt. Das habe ich in diesen Tagen öfter gemerkt.“

 

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Vertrauen auf Jesus

14 Jungen im Alter von 8 bis 11 Jahren nahmen am NET-Pauluscamp des Regnum Christi in der Eifel teil.

 

„Der heilige Paulus hätte sich eigentlich ein schönes Leben machen können, irgendwo in einer Hängematte. Aber er ist Jesus begegnet und das hat sein Leben geändert: ab dem Zeitpunkt war nichts mehr wie zuvor. Er ging los, um vielen Menschen von Jesus und seiner Freundschaft mit ihm zu erzählen. Er reiste unermüdlich und brachte die frohe Botschaft zu vielen Menschen, daher auch die Bezeichnung ‚Völkerapostel`, erzählte P. Raphael Ballestrem LC den Teilnehmern am Beginn des NET-Camps. 14 Jungen waren Ende Juli zum Camp in die Eifel gekommen. „Das hat Paulus einige aufregende Abenteuer beschert, die manchmal sogar recht gefährlich waren“.

 

Abenteuer wie Paulus erleben

Die Abenteuer galt es beim Geländespiel nachzuspüren: Entsprechend der zweiten Missionsreise des hl. Paulus mussten die Teilnehmer, in Teams aufgeteilt, verschiedene Stationen aufsuchen und Aufgaben erfüllen: Zelte bauen, so wie Paulus es getan hat; Speerwerfen, denn so hat er sich gegen Angriffe verteidigt; einen Hindernisparcour auf Zeit durchlaufen, denn der hl. Paulus hatte oft Eile.

Aber auch die Annehmlichkeiten der heutigen Zeit kamen nicht zu kurz: So sorgten die Campleiter P. Raphael Ballestrem LC, Br. Michael Hemm LC und Br. Nils Schäfer LC für leckeres Eis und organisierten Fußballspiele, eine Bootsfahrt über das Gemündener Maar, Quizrunden über den heiligen Paulus sowie Brett- und Kartenspiele. Die heiligen Messen, das Gebet, aber auch das Sakrament der Versöhnung sorgten für einen ruhigen Ausgleich zu den vielen Abenteuern. Alle heiligen Messen feierten die Jungs gemeinsam mit den Mädchen vom benachbarten NET-Reitcamp.

 

Weil er auf Jesus vertraut hat

Thaddäus (10): „Das Tretbootfahren hat viel Spaß gemacht. Da konnten wir in den See springen und richtig viel erleben. Von Paulus hat mich begeistert, dass er gefährliche Reisen gemacht hat und dabei immer auf Jesus vertraut hat.

Konrad (9): „Ich fand das Camp super. Die Gruppe war sehr gut und wir haben viel gelacht. An Paulus hat mich beeindruckt, dass er ja mittendrin die Seiten gewechselt hat. Es ist viel schöner, wenn wir mit Christus sind und nicht gegen ihn.

Josef (9): „Mir hat das Tretbootfahren sehr gut gefallen. Da konnten wir ins Wasser springen und toben. Die anderen Kinder waren auch sehr nett und wir hatten keinen Grund zum Streiten. Die drei Reisen von Paulus sind sehr spannend. Selbst beim Schiffbruch war er sehr mutig und hat sein Ziel nicht aus den Augen verloren.

 

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Wage das Große!

19 Teenager nahmen am „Extreme-Camp“ des Regnum Christi in Eberstalzell teil

Vom 3. bis 10. August 2020 fand in Eberstalzell das „Extreme-Camp“ für Jungen im Alter zwischen 14 und 17 Jahren statt. Unter der geistlichen Begleitung von P. Raphael Ballestrem LC und sechs erfahrenen Betreuern verbrachten die Teenager großartige Ferientage in Oberösterreich, unweit des Attersees und Traunsees am Rand der Alpen.

Wenn Jugendliche davon sprechen, „Großes“ vor zu haben, dann sprechen sie meist vom „Extremen“. Mit anderen Worten: Wo liegen die eigenen Grenzen? Wie gelangt man zum Äußersten (lat. extremus)? Wie fühlt sich das an? Oder auch: Kann ich Grenzen verschieben?

Das „Extreme-Camp“ des ECYD bot den Teilnehmern auch in diesem Jahr die Möglichkeit, „Extremes“ zu erleben: Kann ich zwei Tage nur mit Gott im Schweigen (Kurz-Exerzitien) verbringen? Sind steile Wände und Wasserfälle beim „Canyoning“ überwindbar?

Auf dem Programm standen deshalb zwei Tage geistliche Exerzitien in der Tradition des hl. Ignatius von Loyola (1491-1556). P. Alejandro Espejo LC brachte die Jugendlichen auf eine der Kernfragen dieser Gebets- und Meditationsform: die persönliche Entscheidung für Christus. In der Stille und im persönlichen Gebet konnten die Teilnehmer dieser Frage in Ruhe nachgehen.

Der Ort Eberstalzell und Umland boten optimale Voraussetzungen für ein erlebnisreiches und sportlich-aktives Camp. Für die meisten war es eine „extrem“ neue Erfahrung, sich beim „Canyoning“, nur an einem Seil gesichert, mit Schutzhelm und Neoprenanzug, steilste Wände in einem Gebirgsfluss abzuseilen. Mutige Sprünge in die Tiefe und das Vertrauen in erfahrene Seilführer kosteten einige Überwindung.

Dagegen machte das „Ringo fahren“, das „Rodeo“ des Wassersports – von einem Motorboot gezogen und mit einer Schwimmweste ausgestattet, rasen bis zu fünf Personen, ca. 30 km/h schnell über einen See –, den Jungen einfach nur eine riesen Freude. Ausflüge und Wanderungen in die Berge rundeten den aktiven Teil des Programms ab.

Anspruchsvoll waren auch die Themen, mit denen sich die Jugendlichen während des Camps auseinandersetzten: Freiheit und Verantwortung. Darüber sprach P. Raphael Ballestrem LC mit den Teilnehmern. Mit 14 und 15 Jahren erfahren viele Teenager das erste Mal bewusst, was beides bedeutet. Gerade in diesem Alter suchen Kinder ihre Freiheit. Doch bedeutet das einfach nur „tun und lassen können, was ich will“?

„Freiheit hat immer etwas mit Entscheidung zu tun“, erklärte P. Raphael. Entscheidungen erfordern Wissen und Bewusstsein. Entscheidungen treffen wir mit unserem Willen. Eigentlich wollen wir immer für uns das Gute und das Schöne. Dabei hilft uns das eigene Gewissen, ein „Ort“ ganz in unserem Inneren, an dem Gott ganz leise aber immer zu uns spricht. Je mehr du das Gute tust, um so freier bist du“, hielt der Seelsorger fest.  Jede Entscheidung, die du in deiner Freiheit triffst, hat auch Konsequenzen, für die du verantwortlich bist! Das gilt für schlechte Entscheidungen, aber auch für die guten: Wenn ich mich entscheide, jeden Tag Klavier zu üben, werde ich unweigerlich besser. Wenn ich mich entscheide, jeden Tag zu beten, werde ich unweigerlich Gott besser kennenlernen.“

 Was Gutes erkennen und wollen in der Praxis mit Überzeugungen zu tun habe, darüber sprach P. Alejandro zu den Jugendlichen: „Überzeugungen sind Prinzipien und Ideen, die ich mir zu Eigen mache und die mein Handeln leiten. Wir brauchen gute Überzeugungen! Die helfen uns, unsere Freiheit gut zu nutzen.“

Aber was ist eigentlich gut? Und wie unterscheide ich Gut und Böse? „Das Gewissen hilft uns dabei, genau das herauszufinden“, ist Michael Lorey, einer der Jugend-Betreuer, überzeugt. „Höre auf dein Gewissen!“, gab er den Jungen mit, „Gott leitet dich durch das Gewissen. Und forme dein Gewissen: die großen Fehler, die wir begehen, sind meist durch viele kleine Fehler vorbereitet. Und das gute Große wiederum ist durch viel Gutes im Kleinen vorbereitet. Suche dir deshalb jeden Tag eine Zeit, in der du innehältst und dein Gewissen erforschst und prüfst.“

Aus Freiheit und in Freiheit können wir uns Ziele im Leben stecken. „Nutzen wir unsere Freiheit!“, motivierte Stephan Beier die Teilnehmer. „Träum groß! Frag Gott, was er für Ziele für dein Leben hat! Hol in den verschiedenen Bereichen das Beste aus dir heraus. In deinen Beziehungen und Freundschaften: Lerne, den anderen zu dienen und für sie da zu sein!“

Die tägliche hl. Messe, mit gestaltet von den Jugendlichen, Gruppenarbeit und viel Zeit für Gespräche und Freundschaften rundeten das Programm des „Extreme-Camps“ ab.

Was war für dich „extrem“?

„Ein Highlight in diesen Tagen waren für mich die Kurzexerzitien. Das war eine sehr besondere Erfahrung. Die Stille hat mir beim Beten sehr geholfen. Besonders hat mir auch die Kreuzwegandacht gefallen, da konnte ich einfach die Passion Jesu noch tiefer miterleben! Auch die Vorträge nach den Exerzitien waren sehr hilfreich, da die Inhalte in meinem Alltag einfach eine große Rolle spielen. Ich muss jetzt immer wieder Entscheidungen treffen. Da kommen bei mir öfters mal Fragen auf. In den Vorträgen habe ich viele Antworten bekommen. Zu verstehen, wie eine gute Entscheidung zustande kommt, hat mir sehr geholfen. Wenn ich wieder zu Hause bin, will ich regelmäßiger das Evangelium betrachten. Ich habe gemerkt, wie spannend es ist, in der Bibel zu lesen und wie wichtig es ist, mit Gott zu sprechen.“ (Gereon, 16, aus Leipzig)

„Das Reifenfahren war richtig gut. Da geht es sehr schnell. Und vor allem ist man da mit seinen Freunden zusammen. Auch das Turmspringen war genial. Einige aus der Gruppe haben echt coole Sprünge gemacht. Es war super, hier in der Gemeinschaft zu sein. Das war eine gute Entscheidung und besser, als zu Hause zu bleiben.“ (Josef, 14, aus Bayern)

Die Gemeinschaft war genial. Keiner wurde ausgeschlossen und alle wurden gut einbezogen. Es gab gute Gespräche, auch über den Glauben, nicht nur über Fußball und Autos. Im Glauben sind wir gewachsen. Die Exerzitien habe ich wirklich als eine Hilfe empfunden, um näher zu Jesus zu kommen. Wir konnten im Camp spontan mit anderen zusammen beten. Das war cool. Wo kann man das sonst schon machen? Die Themen der Vorträge haben mich sehr interessiert. Das ist einfach für meinen Alltag relevant. Denn ich merke, wie jede Entscheidung, die ich treffe, Folgen hat. Zu Hause will ich nach dem Camp ein bisschen regelmäßiger beten, die Stille suchen und in der Bibel lesen. Wir haben gelernt, wie man eine Evangeliums-Betrachtung macht. Das will ich zu Hause weiter üben!“ (Markus, 15, aus Bayern)

„Das Beste für mich war das Canyoning. Da musste man als Team zusammenarbeiten und sich gegenseitig absichern. Auch die Bergtour habe ich genossen, weil wir unterwegs viel reden konnten. So eine Gemeinschaft ist echt ein Geschenk. Und das Turmspringen war einfach mal was Neues für mich. Das habe ich vorher nicht gemacht. Echt cool, wenn man etwas Neues lernt. Zu Hause möchte ich mein Abendgebet besser machen und auch mein Gewissen immer mal wieder erforschen, um zu sehen, was ich besser machen kann.“ (Emanuel, 14, aus NRW)

„Ich leite dieses Camp mit, denn ich bin überzeugt, dass das ECYD eine Hilfe für die Jungs ist, den Glauben zu stärken und gute Freunde zu sein. Das ist meine Erfahrung. Und das will ich gerne weitergeben. Die Gemeinschaft in diesem Camp war sehr gut. Einer hat auf den anderen geschaut. Und warum gerade ein EXTREME-Camp? Wir sollten im Leben unsere Komfortzone verlassen. In allen Bereichen. Sport ist ein guter Weg, um seine Persönlichkeit zu formen und das zu üben. Deswegen haben wir das EXTREME-Camp veranstaltet. Es ist wichtig, mal an seine Grenzen zu gehen, das bildet den Charakter und zeigt sich dann auch in anderen Bereichen, wie zum Beispiel in der Nächstenliebe oder im Gebet.“ (Michael Lorey, 23, aus Franken)

 

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Die Herausforderung als Chance sehen – Kinder- und Jugendpastoral in Ausnahmezeiten

Seit Wochen legt die Corona-Pandemie das öffentliche Leben zum größten Teil lahm. Auch die Kinder- und Jugendarbeit des ECYD ist davon betroffen. Bernadette Ballestrem, Teil der Leitung von ECYD-Deutschland, erzählt, welche Auswirkung das auf die Aktivitäten im ECYD hat.

Wie habt Ihr im ECYD-Leitungsteam die letzten Wochen verbracht?

Ehrlich gesagt: Zuerst haben wir die Ruhe genossen, Sachen aufgeräumt, die schon länger liegen geblieben sind, und die kommenden Camps zu Ende vorbereitet. In der Karwoche war eigentlich eine Romreise geplant und danach ein Ostercamp. Leider musste beides ausfallen.

Gibt es trotz Corona weiterhin Angebote für Mädchen und Jungen im ECYD?

Seit dem Beginn von Corona haben wir eine WhatsApp-Gruppe („Take advantage“), die den Jugendlichen helfen soll, diese Zeit gut zu überstehen, sie vielleicht sogar dazu zu nutzen, um geistig zu wachsen.

Was postet Ihr in der Gruppe?

Es gibt jeden Tag einen Impuls zum Tagesevangelium. Außerdem teilen wir ab und zu Videos, die den Kindern helfen sollen, z.B. „Wie kann ich in diesen Tagen mein Gebet aufpäppeln?“. Zwischendurch machen wir auch spontane Spiele. Ein anderes Mal haben die Teilnehmer der Gruppe den Auftrag bekommen, sich etwas Kreatives auszudenken und es per Video zu teilen.

Und was kam raus?

Es waren tolle Ideen dabei. Katharina und Marcella haben zum Beispiel das Lied „Flieg mit mir um die Welt“ umgedichtet mit Corona und Klopapier. Andere haben eine Tischtennisplatte selbst gebaut.

Finden auch Online-Treffen statt?

Seit Ende der Osterferien haben wir wöchentlich zwischen 15 und 17 Uhr Online-Aktivitäten für die Jugendlichen. Bei den jüngeren Kindern beginnen wir immer mit einem Spiel. Dann gibt es eine kindgerechte Katechese und danach eine Aktivität oder ein Video, das wir uns gemeinsam anschauen. Das Treffen wird von unserer Coworkerin Patricia und unserer Postulantin Betty organisiert. Unsere Teamleiterinnen Raphaela und Becky machen einmal in der Woche ein Treffen für 11- bis 14-jährige Mädchen. Und für junge Frauen um die 15 Jahre findet dienstagsabends eine „ECYD-Night“ statt. Dabei kommen externe Referenten und sprechen über ein Thema. Organisiert wird es von unseren Teamleiterinnen Oni und Maria und unserer Coworkerin Johanna. Die Jugendlichen können dabei Fragen stellen. Einmal kam zum Beispiel ein junges Paar und hat über das Thema Beziehung gesprochen.

Gibt es auch Programm für Jungs?

Bruder Raphael, Bruder Silva und Bruder Peter haben zweimal in der Woche „Die gute Frage“ gemacht. Dabei wurde intensiv ein Thema des christlichen Glaubens behandelt, z. B. „Warum musste Jesus leiden?“, „Auferstehung und Himmel… wird das nicht ewig langweilig?“, usw. Die erste “Staffel” ist beendet, aktuell schauen die Brüder, ob und wie es weitergeht.

Was ist dein Eindruck: Wie geht es den Kindern und Jugendlichen?

Soweit ich es mitbekomme, geht es den meisten gut. Natürlich vermissen sie ihre Freunde, die Schule und den sozialen Alltag. Die Zeit kann aber auch die Beziehungen in Familien stärken, weil bei vielen mehr Ruhe in den Alltag eingekehrt ist. Was aber nicht heißt, dass alles leicht läuft. Einige rufen an und teilen mit, was ihnen auf dem Herzen liegt.

Wie sieht es aus mit den diesjährigen Sommercamps?

Wir bereiten sie vor und hoffen, dass sie stattfinden können. Wir müssen uns an die Richtlinien der verschiedenen Länder, Bundesländer und Bistümer halten. Aber wir möchten auch kreativ sein, um, falls nötig, Aktivitäten in kleineren Gruppen anbieten zu können. Soweit es uns möglich ist, möchten wir auf jeden Fall Programm für die Kinder und Jugendlichen im Sommer anbieten. Was aber nicht vergessen werden darf: Das ECYD-Leben besteht nicht nur aus Aktivitäten, sondern vor allem aus jungen Menschen, die mit Jesus im Herzen ihren Weg gehen.

Danke.

Das Interview führte Angela Kunze

ECYD-Angebote im Überblick

Für Jungs und Mädchen:
„Freunde von Jesus“ – WhatsApp Gruppe mit Br. Peter Hemm LC zum gemeinsamen Bibellesen mit Kahoot-Quiz.
„Gute Frage“ – WhatsApp Gruppe: zweimal wöchentlich ein Zoom-Treffen mit Br. Peter Hemm LC, Br. Raphael Böhm LC, Br. Jesús Silva LC (vorerst beendet).

Für Jungs:
Tägliches Morgen- und Abendgebet mit geleiteter Meditation: WhatsApp Gruppe zu Zoom-Treffen mit P. Leonhard
8.30 Uhr, Frühaufsteher-Morningprayer
9.30 Uhr, Langschläfer-Morningprayer
20.30 Uhr, Abendgebet

Für Mädchen:
WhatsApp-Gruppe TAKE ADVANTAGE: Hilfen zum Gebet und Kommentare zum Tagesevangelium; Ideen, wie man die Quarantäne gut nutzen kann, Motivation, Zeugnis Videos.
Für Mädchen von 11-14 Jahren: ECYD AT HOME WhatsApp-Gruppe für wöchentliches ZOOM-Treffen mit Bernadette Ballestrem (gottgeweihte Frau im Regnum Christi).
Für Mädchen von 15-17 Jahren: ECYD-Night WhatsApp-Gruppe für wöchentliches ZOOM-Treffen mit Bernadette Ballestrem.

 

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Das ganze Leben in einem neuen Licht sehen

Kenne ich Sie?“, fragt Mackenzie als er erstmals „Papa“ trifft. „Nicht sehr gut, aber daran werden wir arbeiten“, antwortet „Papa“. Das Zitat stammt aus dem Buch „Die Hütte“ von William Paul Young. Die Geschichte handelt von einer Familie, die auf tragische Weise ein Kind verliert. Jahre später lädt Gott den Familienvater auf eine Reise der inneren Heilung und der Vergebung ein. Dabei stellt sich heraus, dass Gott ganz anders ist, als Mackenzie ihn sich vorgestellt hat. Gott und sich selbst in einem neuen Licht zu sehen, dazu waren 18 junge Frauen im Alter von 14 bis 17 Jahren auf den Exerzitien in Bochum und einer Kroatienreise eingeladen. 

Gott ist gut und liebt bedingungslos

Dass Gott jeden Menschen begleitet und liebt, war eine der zentralen Botschaften der Schweigeexerzitien für junge Frauen vom 12. bis 22 August 2019. Pater Klaus Einsle ging mit den Teilnehmerinnen unter der Perspektive der bedingungslosen Liebe Gottes die biblische Heilsgeschichte durch: Von der Erschaffung der Welt und des Menschen bis hin zu Jesus, seinem Tod am Kreuz und seiner Auferstehung. „Gott hat uns geschaffen, um an seiner Freude, Liebe und Wahrheit teilhaben zu können. Der ursprüngliche Plan Gottes bleibt Wirklichkeit, auch wenn wir Menschen einen anderen Weg gehen“, so Pater Klaus. Der Sinn unseres Daseins bestehe darin, immer mehr an der Freude und Fülle Gottes teilzuhaben.

Aufatmen in Gottes Liebe und Fürsorge

Ich habe auf den Exerzitien ganz neu erfahren wie es ist, mit Gott ganz offen und ehrlich über alles zu reden“, teilt eine Teilnehmerin (16) ihre Erfahrungen. Eine andere (14) erzählt: „Mir wurde klar, dass Gott echt ein guter Gott ist, der voll von Liebe und Freude ist.“ Neben den Impulsen gab es Zeit zum Ausruhen und für das stille Gebet. An einem Abend sahen sich die Teilnehmerinnen außerdem die Verfilmung von dem Buch „Die Hütte“ an. Ein Highlight für die Teilnehmerinnen war die Erneuerung der Taufversprechen.
Die Exerzitien fanden im Zisterzienserkloster in Bochum-Stiepel statt. „Wir wurden sehr herzlich aufgenommen. Ich bin jedes Mal beeindruckt von der Gastfreundschaft der Zisterzienser“, erzählt Bernadette Ballestrem, die die Exerzitien jährlich organisiert.

Zeit zum Teilen und Reflektieren am Strand

Danach verbrachte die Gruppe einige Tage in Kroatien am Meer. „Wir haben die Exerzitien und die Kroatienfahrt erstmals als eine gemeinsame Fahrt angeboten. Das war eine gute Kombination“, stellt Bernadette Ballestrem weiter fest. „Nachdem die Mädchen eine so intensive Erfahrung in den Exerzitien gemacht haben, war es sehr schön, Zeit zu haben, sich darüber auszutauschen und gemeinsam zu beten. Besonders beeindruckt hat mich, dass den Mädchen wichtig war, morgens genug Zeit für das Gebet zu haben und sie sich diese Zeit auch selbstständig nahmen.

Urlaub in Gemeinschaft mit Jesus und untereinander

Die Gruppe wohnte in einem Ferienhaus direkt am Meer. Reichlich Zeit zum Entspannen blieb den Mädchen bei einer Bootstour mit de Motorboot, bei der sie einige Inseln erkundeten. „In Kroatien haben wir entspannt, gelacht, gebetet und über die Exerzitien geredet. Die Gruppe war wirklich besonders und wir sind sehr zusammengewachsen“, erzählt eine der Teilnehmerinnen. „Wir waren täglich in der kroatischen Kirche, um an der Messe teilzunehmen. Ich war total überrascht, dass die Kirchen immer so voll waren“, teilt eine andere Teilnehmerin ihre Erfahrungen. In besonderer Erinnerung geblieben ist der Gruppe der Lobpreis am Stand. Einige Touristen blieben stehen und fragten, woher wer die Mädchen seien und woher sie kämen. „Eine Familie kannte sogar ein Lied, was wir gesungen haben, auf Spanisch. Sie haben angehalten und uns die spanische Version gezeigt“, so eine Teilnehmerin. „Für mich war der Lobpreis am Stand mein persönliches Highlight“, schließt Veronika (16), eine der Teilnehmerinnen. „Es waren hammer Tage, die ich nicht so schnell vergessen werde“, ergänzt Vroni (14).

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Spidermancamp: „Toll, dass ich so viele Freude gefunden habe!“

In Österreich fand das „Spiderman“-Sommercamp mit mehr als 40 Teilnehmern statt.

„Spiderman“ ist einfach nicht nur irgendein ein Film wie jeder andere. Peter Parker, der Hauptdarsteller, ist ein junger Mann an der Schwelle zum Erwachsenwerden, dem der Vater sehr fehlt. Er ist „anders“ als viele andere – gutherzig, blitzgescheit und nach einem Spinnenbiss zudem mit übernatürlichen Eigenschaften ausgestattet. Es lohnt sich also, sich dieser von Stan Lee geschaffenen Figur zu nähern.
Das taten Pater Leonhard Maier LC und Pater Joachim Richter LC beim ECYD-„Spiderman“-Abenteuercamp mit einer rekordverdächtigen Teilnehmerzahl von mehr als 40 Burschen in Eberstalzell in Oberösterreich auch. Denn im Film werden viele Themen eines Heranwachsenden aufgeworfen: Erfahrung von Freiheit und Verantwortung, Beziehungen zu den Erwachsenen, Eltern und zum anderem Geschlecht, die Entwicklung der Persönlichkeit, sowie Probleme und Fragen der Gesellschaft.
Und von Spiderman kann man als Christ so manches lernen: Beispielsweise handelt er, weil es richtig ist und nicht, weil es praktisch, einfach oder bequem ist. Er handelt selbstlos zum Wohle anderer, ohne seine besonderen Fähigkeiten nur zu seinem Vorteil zu verwenden. Er setzt sich mutig und heldenhaft für das Gute ein und ist bereit dafür zu leben.
Neben der Spiderman-Filmtrilogie erlebten die Burschen, die von einem Dutzend Betreuer bestens versorgt wurden, selber jede Menge Abenteuer im Wald, am See, auf der Wiese, im Wasser – nicht aber, ohne täglich die heilige Messe zu feiern und Gott auch beim Morgen- und Abendlob zu begegnen.

Betreuer Michael hat sich am Abschlusstag bei einigen Teilnehmern umgehört:

Rupi, was hat dir in diesen sechs Tagen am meisten beeindruckt?
„Es ist toll, dass ich so viele Freunde gefunden habe.“

Lukas, was macht für dich ein ECYD-Camp so besonders?
„Die Messen und die Beziehung zu Jesus – und dass man ihn hier einfach gut kennenlernt.“

Dominik, was war dein Highlight hier?
„Für mich ist das ganze ECYD-Camp ein Highlight, es ist einfach legendär. Wir überquerten zum Beispiel mit Schlauchbooten den Traunsee, gingen Kartfahren. Wir haben hier viel mehr Freiheiten als bei anderen Camps.“

Tobias, hat sich für dich durch dieses Camp etwas geändert?
Vor dem Camp habe ich Gott gelästert, weil er meine Gebete öfters nicht erhört hat: Seit ich vor wenigen Tagen dem ECYD beigetreten bin, hat sich voll viel verändert. Ich rede nicht mehr schlecht über Gott, an ihn zu glauben macht mir jetzt einfach Freude und Spaß.“

Noah, was schätzt du am ECYD-Camp?
„Dass wir ein christliches Camp sind, dass wir die heilige Messe feiern, beten und auf Gott vertrauen. Denn wenn man auf Gott vertraut und mit Gott durchs Leben geht, kann man eigentlich nur glücklich werden.“

Leonhard, was hat dich dazu bewegt, dass du aus Bayern zum ECYD-Österreich-Camp angereist bist?
„Pater Leonhard und Bruder Johannes Paul haben mich eingeladen. Die Gemeinschaft ist schön, weil lauter coole Leute hier sind und sich alle voll gut verstehen.“

Tobi, was nimmst du dir von diesem Camp mit?
„Schöne Erlebnisse wie das Reifenfahren und das Chillen am Traunsee, einfach mit den Freunden eine Gaudi zu haben. Und wenn ich jetzt so nachdenke, waren die Messen extrem spannend von den Predigten her. Vom Camp nehme ich mir den Vorsatz mit, mit dem Herrn zu leben und das Wissen, dass er einfach immer da ist für mich. Das nehme ich eigentlich ganz stark mit für mich: Der Herr ist immer bei mir, mit ihm kann ich wirklich über alles reden, ich brauche mich nicht zu schämen – zum Beispiel bei der Beichte. Das haben Pater Joachim und Pater Leonhard sehr gut erklärt.“

Auch Vater Manuel zeigte sich via WhatsApp-Elterngruppe begeistert: „Ein großes Vergelt´s Gott an Pater Leonhard & Pater Joachim und danke an Dominik Reindl inkl. kompletten Betreuerteam mit Coworkern, Küchenteam, Putztrupp – und nicht zu vergessen die Familie Stinglmayr, die das Haus zur Verfügung gestellt hat! Unsere Burschen hatten die sechs Tage so viel erleben dürfen! Action, Spiel, Spaß, neue Freundschaften, auch neue und bessere Freundschaft mit Jesus und vieles mehr! Danke an euch alle, die ihr eure Freizeit opfert, um ehrenamtlich ohne Bezahlung den Burschen schöne unvergessliche Tage zu bereiten! Gottes reichen und FETTEN Segen, im Namen aller Eltern, an euch ALLE!

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Auf dem Weg zu einer ungezähmten Männlichkeit

Mir hat die Nachtanbetung und das Wakeboardfahren richtig gut gefallen“, erzählt Benjamin (14). Er ist einer von 10 Jungen im Alter von 14 bis 17 Jahren, die in diesem Sommer an einem ECYD-Camp in Tannheim teilgenommen haben. Ziel des Camps war es, die Jungs im menschlichen, geistlichen und sportlichen Sinn herauszufordern: Dazu gehörte das tägliche Miteinander in der Gemeinschaft, Canyoning, Wakeboarding, Bergsteigen, der Besuch einer ZIP-Bahn, sowie der tägliche gemeinsame Rosenkranz und die Feier der heiligen Messe.

Der Mann ist vom Temperament her ein Abenteurer und Kämpfer. Es ist für einen Jungen bestätigend und wichtig, an seine Grenzen zu gehen und die Erfahrung zu machen, dass er der Herausforderung gewachsen ist“, weiß Pater Klaus Einsle aus seiner jahrelangen Arbeit mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen. „Das Canyoning brauchte zeitweise echten Mut, aber als die Jungen es geschafft hatten, waren sie erfüllt und strahlten“, fährt er fort. „Die Jungs haben gelernt, über ihren Schatten zu springen“, ist Abraham Stehmer (29), einer der Teamleiter, überzeugt.

Mir hat am besten das Wakeboarding und Canyoning gefallen. So etwas habe ich noch nie erlebt. Und die Anbetung war richtig schön. Ich war ganz allein mit Jesus und konnte einfach mal richtig mit ihm reden“, erzählt Elias (13). In der Nachtanbetung verweilten die Jungen jeweils 30 oder 60 Minuten einzeln vor der Eucharistie. „Mein absolutes Highlight war die Nachtanbetung. Es war sehr erfüllend und ich konnte dort richtig gut beten. Mir sind einige Dinge aufgegangen, die mir davor nicht bewusst gewesen waren“, fügt Isidor (16) hinzu.

Inhaltlich ging es auf dem Camp um das Thema Männlichkeit. „Identität kann man sich nicht selber geben“, so Pater Klaus. „Die Identität wird einem zugesprochen. Deswegen ist insbesondere die Rolle des Vaters für ein Kind unersetzlich. Er spricht ihm seine Identität zu und stärkt sie darin.“ Die Identität wachse dort, wo die unterschiedlichen Geschlechter in ihrer Verschiedenheit angenommen und gewürdigt werden würden.

Es erfüllt mich zu sehen, wie die Jungs sich über das Camp freuen. Dafür lohnt sich die Mühe!“ meint Abraham Stehmer. Zudem habe er auch als Teamleiter von vielen Dingen profitiert, wie zum Beispiel von den Gebetszeiten oder den Vorträgen. „Mich hat es überrascht, dass die Jungen jeden Abend stundenlang Gesellschaftsspiele spielen wollten“, teilt Pater Klaus seine persönlichen Erfahrungen, „die Jungs haben das richtig genossen.“ Elias bestätigt das: „Die Spieleabende waren lustig. Ich hatte eine richtig schöne Zeit mit den anderen.

Geleitet wurde das Camp außerdem von Pater Raphael Ballestrem LC und Pater Alejandro Espejo LC.

 

 

 

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„Du bist eine VIP im Herzen Gottes”

600 Kilometer ist das Vorbereitungsteam in den Süden (Allgäu) gefahren, um 30 Mädchen eine Ferienwoche zu ermöglichen, in der sie nicht nur Spaß, Gemeinschaft und spannende Aktivitäten erleben, sondern auch den Blick ihres himmlischen Vaters besser kennenlernen. Angela Kunze (27), eine der Betreuerinnen, erzählt von ihren Erfahrungen.

Ich habe gar nicht mitgezählt, auf wie vielen Camps ich schon war. Es waren ziemlich viele. Trotzdem ist jedes Camp einzigartig. Klar, denn jedes Mal sind auch andere Menschen dabei. Dieses Mal waren Mädchen im Alter von 11 bis 14 Jahren auf dem Camp, dazu noch 7 Teamleiterinnen, inklusive mir.
Ich gehörte zu der ersten Gruppe, die ankam und das Haus vorbereitete. Da das Thema „VIP im Herzen des Vaters“ lautete, hatten wir uns einiges ausgedacht: Jedes Mädchen wurde von einer Teamleiterin, die sich als Security verkleidet hatte, persönlich begrüßt und bekam ein VIP-Bändchen um das Handgelenk. Im Haus hatten wir außerdem eine VIP-Lounge vorbereitet, den Teilnehmerinnen wie im Hotel kleine Shampoos und Duschgel aufs Bett gelegt und an der Kapelle das Schild „MIP“ (für „most important person“, d h. „wichtigste Person“) angebracht.

Am ersten Abend ging es direkt bunt zu. Eine Band, die von den Teamleitern inszeniert wurde, führte das VIP-Motto-Lied auf und gab ein kurzes Interview. Direkt danach erfuhren wir, dass jemand aus dem Security-Team umgebracht worden war. Das war die Einleitung für unser „Cluedo-Live“. Das Spiel habe ich mir analog zu dem Brettspiel „Cludeo“ ausgedacht: Die Mädchen teilten sich in Teams auf und versuchten herauszufinden, wer, an welchem Ort und mit welchem Gegenstand das Opfer umgebracht hat. Das war ein gutes Spiel, um aufzutauen und sich kennenzulernen.

Am nächsten Tag hatten wir viel Spaß bei einem Geländespiel und bei den Workshops am Nachmittag. Die Mädchen machten Cupcakes, drehten ein Musikvideo, tanzten oder schauspielerten. Am Abend kamen sogar Justin Bieber und eine christliche Sängerin in Form von zwei verkleideten Teamleiterinnen zu Besuch in die VIP-Lounge und gaben ein Interview. In guter Erinnerung bleibt vielen sicher das Wasserskifahren. Ich war sehr beeindruckt von den Mädchen: Einige haben sich nach dem Start kein einziges Mal auf dem Wasser halten können und haben sich dennoch nicht entmutigen lassen. Die anderen Mädchen fieberten mit und feuerten an. Auch beim Klettern konnte ich beobachten, wie die Mädchen Rücksicht aufeinander nahmen und sich gegenseitig ermutigten. Das war wirklich schön, zu beobachten – und hat mich ein wenig aufgemuntert, da ich zuvor überhaupt keine Lust aufs Klettern gehabt hatte. Eine Fahrt mit der Sommerrodelbahn und ein Besuch im Badesee machte den Tag für die Teilnehmerinnen dann noch perfekt.

Viel gelacht haben wir beim Promidinner. Ich war sehr beeindruckt von dem Mut und der Kreativität der Teilnehmerinnen: Jede Teilnehmerin sollte sich als Promi verkleiden. Was überhaupt nicht von uns Teamleitern geplant war: Dass sie auch noch als entsprechender Promi performen. Doch die Mädchen haben nicht lockergelassen und so konnte ich nicht nur einen Auftritt der O´bros genießen, sondern auch von Justin Bieber, Ed Sheeran, Lady Gaga und einigen anderen. Und das alles kostenlos! Teamleitersein ist echt schön, wenn man von den anstrengenden Parts absieht. Und auch mit diesen konnte unser Team leben. Denn wir wissen, warum wir dieses Camp machen und unsere Hoffnung ist, dass jedes einzelne Mädchen auch nach dem Camp in eine tiefe Freundschaft mit Jesus, dem „MIP“ hineinwächst, der sich so klein machte, um uns zu zeigen, wie lieb er jeden einzelnen Menschen hat.

Ein Dank gilt P. Bertalan Egervari, der die Messen hielt und Beichte hörte, Bernadette Ballestrem, die die geistliche und organisatorische Leitung übernahm, den vielen Teamleiterinnen und helfenden Händen, sei es in der Küche oder im Hintergrund bei der Verwaltung, die dieses Camp möglich gemacht haben.

 

Rätsel zu den VIPs in der Bibel und vieles mehr: Hier geht es zu unserem Campheft für die Teilnehmerinnen!

 

Fotos von der Veranstaltung:

 

 

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Ein Entdeckercamp für Römerfans

15 Jungen im Alter von 7 bis 13 Jahren nahmen in diesem Sommer am Gladiatorencamp in der Eifel teil. Dort erlebten sie nicht nur Spannung, Sport und Action, sondern lernten auch Jesus als „Kämpfer für das Gute“ kennen.

In die Welt der Römer eintauchen

Selber eine Rüstung bauen, ein Geländespiel und Training mit verschiedenen Übungen, sowie ein Tavernenabend mit Spielen und der Besuch einer Schmiedewerkstatt und eines Hindernisparcours standen bei dem Gladiatorencamp des ECYD auf dem Programm. „Die Welt der Gladiatoren ist für die Jungs sehr spannend“, erklärt Pater Raphael den Hintergrund des Camps. „Auch Jesus ist ein Kämpfer, der alles gegeben hat. Aber seine Art zu kämpfen, war eine vollkommen andere. Er hat nicht nur auf sich selbst vertraut, sondern auf seinen Vater im Himmel.

Im christlichen Sinne „alles geben“

Was bedeutet es, sein Leben wie Jesus hinzugeben?Um mutig Zeugnis geben zu können, brauchen wir das tägliche Gebet“ fährt Pater Raphael fort. „Auch für Jesus war das Gebet Quelle der Kraft auf seinem Weg. Der heilige Paulus schreibt: „Alles vermag ich durch den, der mich stärkt“ (Phil 4, 13). Wir müssen Gott suchen, ihm täglich im Morgen- und Abendgebet begegnen, aber auch durch kleine Taten der Nächstenliebe die Hingabe einüben.“ Diese Hingabe könne zum Beispiel darin bestehen, den Müll rauszubringen oder in der Schule mutig den Glauben zu bekennen. Pater Raphael ermutigte die Teilnehmer außerdem, ihre Talente zu entfalten und sie in den Dienst des Nächsten zu stellen. „Das ECYD lädt die Jugendlichen zu einer Haltung des Dienens und der Zuversicht ein, die Herausforderungen des Alltags mutig anzugehen. Diese Haltung braucht tägliche Übung. Auf den Camps beten wir gemeinsam und nehmen uns kleine Vorsätze vor, um in diese Haltung hineinzuwachsen“, fährt er fort. Auf dem Camp sammelten die Jungen bei den Einwohnern von Walsdorf (Eifel) Gebetsanliegen und beteten in einer Anbetung für diese.

So haben die Teilnehmer und Teamleiter das Camp erlebt

Am meisten hat mir die gute Stimmung gefallen, die Gemeinschaft, gegenseitige Rücksichtnahme und Hilfsbereitschaft. Das war noch besser als bei uns in Venezuela“, erzählt Teamleiter Ignacio (16), der als Sommercoworker für einige Wochen auf den deutschen ECYD-Camps mitarbeitet. „Am Anfang war es schwer für mich, mich auf Deutsch auszudrücken. Am Ende fiel es mir leichter. Ich habe auf dem Camp gelernt, auf die Jungs einzugehen und auch mich selbst besser kennengelernt“, fährt er fort.
Ivan (9) ist besonders der Kletterwald in positiver Erinnerung geblieben. Aber auch den täglichen Besuch in der Kirche fand er gut, „weil Jesus immer da ist“. Jakob (13) ist begeistert vom Hindernisparcours: „Er hat viel Spaß gemacht und wir waren richtig herausgefordert.“ Teamleiter Benedikt (17) sieht das ähnlich: „Die Jungs haben gelernt, als Team zu arbeiten und waren physisch gefordert. Das tat ihnen sehr gut.