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In den Fußstapfen von Robin Hood

25 Jungen machten sich beim Sommercamp im ApostelHaus des Regnum Christi in Alzgern auf die Spuren eines alten Helden, dessen Werte auch heute begeistern.

 

Für die 25 Teilnehmer des „Robin Hood-Camps“, das vom 9. bis 14. August im ApostelHaus Alzgern stattfand, verwandelte sich der Neuöttinger Forst in die Wälder von Nottingham, in denen die Jungen beim Geländespiel und Bogenschießen die Abenteuer des Earl of Locksley nachspielten.

Die Herausforderungen eines Waldes verdeutlichte der Besuch eines Hochseilgartens, der nicht nur Kraft und Ausdauer, sondern auch Selbstüberwindung und Mut erforderte, und eine abkühlende Wasserschlacht stellte die Auseinandersetzung mit den Schergen des Sheriffs nach. Ebenso bildeten die Feier der heiligen Messe, die eucharistische Anbetung sowie tägliche Gebetszeiten einen festen Bestanteil des Programms.

Selbstloser Einsatz für Bedürftige

Unter Leitung von P. Martin Baranowski LC und P. Michael Hemm LC beschäftige sich die Gruppe auch mit den geistlichen Werten, die Robin Hood auszeichnen wie Teamgeist, Mut, Treue sowie selbstloser Einsatz für Bedürftige.

Letzteren praktizierten die Jungen bei der „Aktion Kilo“ (Regnum Christi – Was ist die „Aktion Kilo“ und warum gibt es sie?), indem sie am Samstagvormittag in fünf Supermärkten insgesamt 680 kg haltbare Lebensmittel für die Burghausener „Tafel“ sammelten – dabei brauchten sie jedoch nicht Pfeil und Bogen, sondern trafen auf eine freudige Spendenbereitschaft: „Ein Spender kam gleich mit einem ganzen Wagen Lebensmitteln, um sie bei unserem Stand abzugeben“, freut sich ein Junge, den es einige Überwindung gekostet hatte, Leute anzusprechen und zum Mitmachen einzuladen.

Das hätte Robin Hood Freude bereitet

Der Krieg in der Ukraine, gestiegene Energiepreise, teure Lebensmittel, all das führt derzeit so viele Menschen wie lange nicht mehr zu den Ausgabestellen der „Tafeln“, die sich deshalb über jede Unterstützung freuen. „Das ist ja wie ein Traum“, rief Erwin Damoser von der Vorstandschaft der „Tafel“ aus, als er das Sammelergebnis entgegennahm: „Allerhöchsten Respekt für euren Einsatz.“ Der Rentner engagiert sich selbst ehrenamtlich seit sieben Jahren bei der Tafel: „Ich habe ein gutes Gefühl dabei. Das macht Sinn. Es erfüllt mich mit Stolz, wenn ich weiß, ich habe was Gutes gemacht. Wenn ich dann den Menschen in die Augen blicke und die Dankbarkeit sehe, weiß ich, dass es sich lohnt.

Anschließend berichtete er den Sammlern von den Schwierigkeiten, welche die „Tafel“ u.a. durch die Folgen des Ukrainekrieges und die wirtschaftliche Entwicklung hat, um rund 600 bedürftige Personen zu versorgen. „Eurer Sammelergebnis ist in dieser Situation ein wichtiger Beitrag“, resümiert Damoser. Das hätte Robin Hood sicher Freude bereitet.

 

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Viel Engagement und Leidenschaft

30 Teilnehmer trainierten beim Fußballcamp des Regnum Christi im Steigerwald nicht nur im Sport, sondern auch ihren christlichen Glauben.

 

Zu Beginn der bayerischen Schulferien und ausgerechnet in einer der heißesten Wochen des Jahres fand vom 2. bis 7. August das Fußballcamp des Regnum Christi im Steigerwald statt, an dem Jungen aus verschiedenen Teilen Bayerns sowie ein Team von Sommer-Coworkern (siehe Artikel) teilnahmen.

Jugendtrainer Jean-Philippe Macary aus Erlangen übernahm den sportlichen Teil des Trainings und zeigt sich beeindruckt von der Gruppe, die sich erst als Team zusammenfinden musste: „Die Jungs haben ausnahmslos mit viel Engagement und Leidenschaft Fußball trainiert und gespielt. Fünf Trainingseinheiten zwischen 90 und 120 min + 60 min Spiel am Ende des Camps. Alles innerhalb von vier Tagen mit Laufleistungen von ca. zehn km je Einheit bei bis zu 33°C Außentemperatur … ich glaube diese Daten sprechen sportlich, mental und physisch gesehen für sich.

Eine große Schnittmenge

„Mit Teamgeist, Leidenschaft, Einsatz, Mut und Kampfgeist gibt es eine große Schnittmenge zwischen Fußball und Glaube“, meint P. Martin Baranowski LC, der mit seinen Mitbrüdern Br. Jonathan Fuhr LC und P. Michael Hemm LC, den geistlichen Teil des Programms leitete.

So wurden die Teilnehmer nicht nur sportlich, sondern auch geistlich gefordert. Neben täglichen Gebetszeiten und einem Anbetungsabend stand auch ein Ausflug zur Zisterze Ebrach auf dem Programm. Nach der Feier der hl. Messe wurde die Gruppe dort in die Geschichte und Geheimnisse der Klosterkirche eingeweiht. Diesen geistlichen Aspekt unterstreicht Macary auch beim Training: „Am meisten hat mich fasziniert, mit welcher Dankbarkeit und Freude alle hart daran gearbeitet haben, sich fußballerisch aber auch geistig und menschlich zu verbessern. Ein guter Teamgeist und christliches Miteinander standen genauso im Mittelpunkt des Trainings wie Passen, Dribbling, Schuss und Zweikampf-Übungen.“

Fußball und Glaube neu entdeckt

Nach dem Abschlussspiel am Samstag, stand am Sonntag die hl. Messe mit Eltern und Geschwistern auf dem Programm. „Ich wollte eigentlich gar nicht zum Camp kommen, weil ich nicht so fußballbegeistert bin“, gesteht Fabian bei der Abschlussrunde, „doch in diesen Tagen habe ich das Spiel neu für mich entdeckt“.

Mir gefällt der Mix von Fußball, Glaube und Gemeinschaft“, erklärt Gabriel aus dem Allgäu. „Motivierte, dankbare Spieler, ein tolles Trainerteam, ein schönes Trainingsgelände, was will man als Fußballtrainer mehr?“, resümiert Trainer Macary.

 

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Action und Antworten

16 Jungen im Alter von 14-18 Jahren stellten sich im „Extreme-Camp“ des Regnum Christi im Ötztal (Ö) nicht nur sportlichen Herausforderungen, sondern auch Glaubens- und Lebensfragen.

 

Gemeinschaft mit Gleichaltrigen, sportliche Aktivitäten und Stärkung der Beziehung mit Jesus – all das ermöglicht das ECYD-Kindern und Jugendlichen. „Wir wollen die Teilnehmer inspirieren, ihr Leben in die Hand zu nehmen, mutig zu sein, aktiv zu sein, sich Ziele zu setzen und diese zu erreichen. Sie sollen spüren, dass das Leben spannend ist, dass es viel zu entdecken gibt, und dass es sich lohnt, Neues auszuprobieren“, erklärt P. Raphael Ballestrem LC auf die Frage, warum es seit Jahren im Sommer die sehr beliebten „Extreme Camps“ gibt.

Was kommt nach der Schule?

„Schau auf die Fähigkeiten, die du bereits hast, und auf die Schulfächer, in denen du gut bist. Das kann dir eine erste Richtung für eine Ausbildung oder ein Studium aufzeigen“, startete Michael Lorey seinen Impuls. Nimm deine Interessen unter die Lupe! Was hast du für Hobbys? Welche Themen interessieren dich?“ Er gab auch den Tipp, andere zu fragen, wo sie einen in der Zukunft sehen: „Manchmal können uns andere sehr guten Input geben und die Augen öffnen.“ Eine bereichernde Erfahrung sei auch, nach dem Schulabschluss ein Jahr im Ausland zu verbringen. „Da sammelst du neue Erfahrungen und lernst, selbständig zu sein. Das ist sehr wertvoll. Du solltest aber schon vorher wissen, wie es nach dem Auslandsjahr für dich weitergeht.

Persönliche Fragen

Die Jungs haben ihre persönlichen Glaubens- und Lebensfragen stellen können“, erzählt P. Raphael. „Warum ist es so schwer, sich für das Gute zu entscheiden? Warum gibt es die christliche Pflicht, sonntags zur hl. Messe zu gehen? Wie kann ich anderen von Jesus erzählen? Warum sagt die Kirche ‚kein Sex vor der Ehe‘? Wie kann es sein, dass der Glaube wahr ist, aber nur so wenige Menschen gläubig sind? Warum dürfen in der katholischen Kirche nur Männer Priester werden? Sollte man nur mit gläubigen Personen eine Partnerschaft eingehen? Aus den Fragen und Antworten haben sich tolle Gespräche entwickelt”, betont er.

Was können wir von Maria lernen?

Zum Gedenktag Maria Königin motivierte P. Raphael die Jungen, sich Maria als Vorbild zu nehmen: „Warum war Marias Entscheidung, sich von Gott führen zu lassen, eine gute? Weil Gott uns kennt und weiß, wie und wo wir aufblühen. Und weil er den Lauf der Geschichte besser kennt als wir. Es lohnt sich, uns von ihm führen zu lassen.“ Doch wie geht das? „Am Anfang steht immer eine bewusste Entscheidung. Eng mit Gott verbunden sein, vor allem im täglichen Gebet. Die Zeichen und Hinweise, die Gott uns gibt, wahrnehmen: sei es im Gebet, durch die Worte einer anderen Person, andere Umstände.“ Er riet den Teilnehmern auch, sich in Lebens- und Glaubensfragen gute und ehrliche Vertraute zu suchen, Menschen, die es verstünden, mit ihnen zusammen das Wirken Gottes im eigenen Leben zu entdecken.

Action pur

Was wäre ein „Extreme-Camp“ ohne sportliche Herausforderungen? Die Jungs besuchten zwei Tage die „Area 47“, einen Outdoorfreizeitpark im österreichischen Ötztal. Dort nutzten sie Angebote wie Elektro-Motocross, Turmspringen aus zehn Meter Höhe, Wasserski sowie Wakeboarden. Über die Nisslalm stiegen sie durch die Alpen zum Schönrinnenkarsee, der nach der Bergtour zu einer Erfrischung einlud. Die anschließende Bergmesse bot auch Erfrischung für den Kopf, der Abend der Versöhnung mit Anbetung und dem Sakrament der Versöhnung erfrischte schließlich die Seele.

Was die Teilnehmer über das „Extreme-Camp“ sagen

Markus (17): „Für mich waren einfach die Freundschaften und die Gemeinschaft ein Highlight. Ich bin so dankbar für die Möglichkeit, mich mit anderen austauschen zu können, die die Freundschaft mit Jesus auch im Herzen tragen. Und ein besonderer Moment war für mich definitiv der Anbetungsabend. Warum? Ich finde die Gebetsatmosphäre so hilfreich, um mein Herz für Jesus zu öffnen.

Carlos (14): „Das Wasserskifahren war genial. Ich finde es cool, neue Dinge auszuprobieren und zu lernen. Und ich war froh, dass ich viele Fragen stellen konnte, die ich hatte, zum Beispiel über das Gute und Böse in der Welt. Im Camp haben wir gute Antworten bekommen.“

Jakob (15): „Die sportlichen Aktivitäten und vor allem das Wakeboarden haben mir Spaß gemacht. Ich liebe solche Herausforderungen. Es ist cool, aktiv zu sein und seine Zeit für solche Dinge zu nutzen. Ich glaube, diese Erfahrung wird mir im Alltag helfen, auch zu Hause meine Zeit zielstrebiger zu nutzen.

Patrick (20, Betreuer): „Im Vorfeld des Extreme-Camps gab es allerhand vorzubereiten, wie zum Beispiel die Bergtour. Ich habe mir extra Zeit genommen, ein paar Wochen vorher die Strecke schon mal abzugehen. Ich bin dankbar und froh, dann den Erfolg zu sehen und zu spüren, dass die Tour den Teilnehmern gefallen hat. Natürlich war es anstrengend, aber sie waren froh, das Ziel erreicht zu haben. Und die Bergmesse war einfach ein Geschenk für uns alle.“

 

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Kommt und seht!

Nach zwei Jahren Pause war es endlich wieder so weit, vom 11. bis 17. April 2022 ging es für rund 190 Jugendliche des Regnum Christi aus Deutschland und Österreich nach Rom.

 

Rom, die ewige Stadt, das Zentrum der Katholischen Kirche. Drei Pilgergruppen des Regnum Christi machten sich am 11. April auf den Weg: 35 Mädchen aus Deutschland und Österreich unter der Leitung von Bernadette Ballestrem, rund 75 Jungen aus Deutschland unter der Leitung von P. Raphael Ballestrem LC und etwa 80 Jungen aus Österreich unter der Leitung von P. Leonhard Maier LC. Untergebracht waren die jungen Pilger im Internationalen Studienkolleg der Legionäre Christi in Rom.

Du bist Petrus!

Gleich am ersten Tag richteten die Jugendlichen den Blick auf die Anfänge der Kirche. Die gemeinsame hl. Messe im Petersdom, der Besuch des Petrusgrabes und die Besteigung der Kuppel des Doms mit der prachtvollen Aussicht über Rom beeindruckte. „Vielleicht fragt ihr euch, ob das Christentum überhaupt eine Zukunft hat. Das Petrusgrab erinnert uns: Die Kirche begann mit ein paar Fischern. Es ist kein Problem, wenn wir wenige sind. Es kommt mehr darauf an, dass wir authentisch sind!“, bestärkte P. Martin Baranowski LC die Teilnehmer in seiner Predigt. „Sehr beeindruckend zu wissen, dass hier Petrus begraben ist. Er war ein einfacher Fischer und hatte keine besondere Bildung. Aber er hatte ein brennendes Herz. Deswegen hat er vielen Menschen den Glauben gebracht“, zeigte sich eine Teilnehmerin begeistert.

Begegnung mit dem Papst

Zur Romreise eines Katholiken gehört der Besuch der Generalaudienz am Mittwoch. Auch die Pilgergruppe des Regnum Christi nahm daran teil. In seiner Ansprache wies der Papst auf die Dringlichkeit des Friedens hin: „Der Friede des Herrn kommt auf dem Weg der Sanftmut, auf dem Weg des Kreuzes. Christus nimmt alles Schlechte, unsere Sünde und unseren Tod auf sich. Sein Friede ist nicht Ergebnis von Kompromissen, sondern Frucht der liebenden Hingabe seiner selbst. Mit dieser Art von Frieden haben wir Menschen unsere Schwierigkeiten. Die Menge, die Jesus erst zujubelt, ist dieselbe, die später schreit: Kreuzige ihn!“ Die Waffen des Evangeliums seien das Gebet, die Zärtlichkeit, die Vergebung und die Nächstenliebe, die keinen Lohn erwartet. So käme Gottes Frieden in die Welt. „Jeder Krieg ist deshalb unvereinbar mit dem Weg, den der Herr uns vorausgegangen ist und dem zu folgen er uns einlädt, wenn er am Ostermorgen den Seinen gleich zweimal zuruft: Friede sei mit euch!“

Die Generalaudienz wird bei einigen Teilnehmern länger in Erinnerung bleiben, denn „ein paar Jungs konnten den Papst persönlich grüßen. Dabei haben sie auch ein Plakat mit folgendem Text übergeben: ‚Heiliger Vater, wir beten für Sie‘. Der Papst hat es aufmerksam angeschaut und entgegengenommen“, freute sich P. Raphael. Ein Junge erzählte später: „Heute ist für mich ein großer Wunsch erfüllt worden: Ich konnte dem Papst die Hand geben. Er ist ja der Stellvertreter Christi auf Erden!“

Bleibet hier und wachet mit mir!

Die jungen Pilger erlebten das Ostertriduum im Internationalen Studienkolleg der Legionäre Christi in Rom. Nach der Gründonnerstagsliturgie zogen sie mit Liedern und Gebeten und Jesus in der Eucharistie vor die Kirche zum Aufbahrungsort. Die Jugendlichen hatten die ganze Nacht die Möglichkeit zu beten und Jesus in Getsemani zu begleiten. Der Karfreitag beeindruckte die Jugendlichen aufs Neue. Beim Besuch von Santa Croce in Gerusalemme besichtigten sie besondere Reliquien: Teile des Kreuzes Christi, Dornen seiner Krone, einen Nagel und das Schild, das Pilatus anfertigen ließ. „Die Ereignisse des Karfreitags und die Passionsgeschichte wurden für die Teilnehmer so richtig greifbar“, erzählte P. Raphael.

Nach dem Kreuzweg mit dem Papst im Kolosseum ging es zurück ins Studienkolleg, wo sie die Karfreitagspassion und Osternacht feierten. „So eindrücklich habe ich die Kartage noch nie erlebt. Wir konnten ganz nah bei Jesus sein. Irgendwie waren wir dabei!“, freute sich Josef (13).

Erleben einer großen Gemeinschaft

Nicht nur während der Generalaudienz, auch bei der Ostermesse auf dem Petersplatz erfuhren die Teilnehmer, dass es viele junge Leute gibt, die die Freundschaft mit Jesus im Herzen tragen. Die Pilgergruppe war von lebhaften Jugendlichen aus vielen Ländern umgeben. „Es war so ermutigend für mich, viele junge Menschen zu treffen, die auch glauben!“, berichtete Cosima (16) am Ende der Romfahrt.

Ein weiteres Highlight war das Treffen mit P. John Connor LC, dem Generaldirektor der Legionäre Christi. Er nahm sich extra Zeit für die Gruppe aus Deutschland, die er sogar auf Deutsch ansprach. P. John hatte sein Noviziat von 1991 bis 1993 in Deutschland (damals in Roetgen, Eifel) absolviert und im Aachener Dom seine erste Profess abgelegt.

Auch Sightseeing muss sein

Neben dem Besuch der Feierlichkeiten zum Triduum Paschale gab es so einiges zu sehen. In den Domitilla-Katakomben erfuhren die jungen Pilger, dass an den Gräbern keine Namenschilder angebracht waren: „Wisst ihr warum?“, fragte P. Raphael, „weil die Menschen eine sehr große Hoffnung auf die Auferstehung und das ewige Leben hatten! Diese Hoffnung ist inspirierend.“

Während einer „Stadtralley“ lernten die Teilnehmer andere wichtige Orte in Rom kennen: das Kolosseum, den Circus Maximus, den Trevibrunnen, die Spanische Treppe, die Piazza Navona, das Pantheon und etliches mehr.

In der Basilika Sankt Paul vor den Mauern bewunderten die Jugendlichen die Bilderreihe sämtlicher Päpste. „Sie haben zusammen mit vielen anderen Menschen den Glauben durch die Jahrhunderte hindurch weitergegeben. Wir kennen Jesus heute deshalb, weil auch uns jemand von ihm erzählt hat: unsere Eltern, ein Priester oder Freunde“, erklärte P. Martin Baranowski LC. „Jetzt sind wir an der Reihe, Zeugen zu sein. Ladet andere ein, Freunde von Jesus zu sein. Lasst uns zusammen eine bessere Welt aufbauen!“, ermutigte er die Jugendlichen. „Ich habe erfahren, dass Jesus lebt. Davon werde ich lange zehren”, fasst Anna (15) die Tage in Rom zusammen.

 

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„Weil es hier nicht nur um Halligalli geht!“

Tagsüber die Skipisten hinunterwedeln, abends sich von Gott berühren lassen – bei Söhnen und deren Vätern hat das ECYD-Skicamp im Pongau viele Spuren hinterlassen

 

Es war einmal ein kleiner Junge namens David in Riegelsberg nahe Saarbrücken. Eines Nachts erschien Jesus dem Vierjährigen im Traum und sagte ihm, dass er bald sterben werde. Er brauche aber keine Angst zu haben, weil er bei ihm sein werde. David behielt seine Fröhlichkeit, selbst als er schwer erkrankte. Am 21. Oktober 2019 starb er als Sechsjähriger. Kürzlich schrieben seine Eltern: „Vor zwei Jahren hat Gott dich in den Himmel gerufen. Im Vertrauen auf Jesus, der dir vieles vorausgesagt hat, bist du ohne Angst nach Hause gegangen. Davids Botschaft: Ihr müsst an Jesus glauben, Gott ist das Wichtigste!“

 

Pater Leonhard Maier LC zeichnete diese rührende Geschichte beim Skicamp für Väter und Söhne im Pongau nach. Als Christen dürfen wir die trostreiche Erfahrung machen, keine Angst vor dem Tod haben zu müssen.“ Wie es in der Offenbarung des Johannes heißt: „Seht, die Wohnung Gottes unter den Menschen! Er wird in ihrer Mitte wohnen, und sie werden sein Volk sein; und er, Gott, wird bei ihnen sein. Er wird alle Tränen von ihren Augen abwischen: Der Tod wird nicht mehr sein, keine Trauer, keine Klage, keine Mühsal.“

 

Skifahren und Glaubensvertiefung

Tagsüber Spaß beim Skifahren – und abends eine solche Geschichte, geht denn das zusammen? „Solche Camps sind einfach anders, weil es nicht nur um Halligalli, sondern auch um die Vertiefung des Glaubens geht, um das, was im Leben wirklich wichtig ist“, findet Vater Martin aus der Steiermark, der mit seinen beiden Söhnen Alexander und Paul dabei war. Ihn hätte Davids Geschichte sehr berührt, wie überhaupt ihn diese Tage sehr bereichert hätten: „Durch tolle Impulse, durch das Zusammensein in einer Gruppe in Zeiten wie diesen, durch Begegnungen mit lauter tollen und vernünftigen Burschen und jungen Männern von 11 bis 25.“ ECYD sei eine wertvolle Jugendorganisation, an der auch Eltern wie er partizipieren könnten.

Vater Anton aus Bayern, der seinen Sohn zum ersten Mal bei einem ECYD-Camp begleitete, fasst seine Eindrücke so zusammen: „Ich habe das super gefunden: Am Tag die Gaudi auf der Piste und am Abend etwas Geistliches. Ich bin beeindruckt von den Gesprächen, von der lockeren und geistvollen Atmosphäre – und wie respektvoll man miteinander umgegangen ist. Diese Tage haben auch mir sehr gutgetan. Miteinander mit dem Herrgott zu gehen, ist eine Stärkung für einen jeden einzelnen.“ Es zahle sich jedenfalls aus, auch mal eine weitere Anfahrt auf sich zu nehmen. „Wenn man die jungen Menschen so sieht, umso mehr.“ Ihn hätte auch das Betreuerteam beeindruckt: „Wie Pater Leonhard Jugendliche bei den Messen miteinbezieht, wenn er ihnen beispielsweise die Lieder über WhatsApp aufs Handy schickt, wie er predigt und auch über schwierige Themen spricht: Er versteht die jungen Menschen, hat eine offene Art. Es war an allen Tagen überhaupt kein Druck da, alles verlief sehr frei!“

 

Fürchtet Euch nicht!

Im Mittelpunkt der Impulse stand der heilige Papst Johannes Paul II., das Motto lautete „Fürchtet euch nicht“. Letzteres war bereits bei der abenteuerlichen Vorbereitung aufgrund der Corona-Einschränkungen gefragt. „Wir hatten schließlich die Freude, drei wunderbare Skitage und zum Abschluss auch noch einen Einkehrtag zu erleben“, schildert Pater Leonhard, der sich besonders über das Dabeisein seiner Mitbrüder Mario Ciastron LC und Mieszko Konarski LC, die gerade in Rom auf der Hochschule der Legionäre Christi studieren, freute. „Beide können sehr gut Skifahren und waren ebenso wie die fünf Väter eine große Bereicherung für die Gruppe.“ Jeden Abend habe man die heilige Messe gefeiert: „Ich vergleiche die Teilnahme an der Messe mit der Gemeinschaft, die zwischen Braut und Bräutigam notwendig ist. Da wäre es doch seltsam, wenn man nicht gerne Gemeinschaft mit dem Geliebten sucht.“ Besonders gefreut habe ihn beim Einkehrvormittag der große Zulauf zum Sakrament der Versöhnung.

 

Begegnung mit Gott

Das geistliche Programm hat auch den 16-jährigen Elias aus Niederösterreich angesprochen. „Dabei wird die Freundschaft mit Jesus Christus gestärkt. Beim Einkehrtag hatte ich wirklich Zeit fürs Gebet. Mir hilft das Gebet und ich habe mir dort vorgenommen, jetzt mithilfe der ECYD Gebetbuch-App jeden Morgen und jeden Abend zu beten. Ohne diesen Impuls beim Camp hätte ich das nicht gemacht.“ Was das ECYD für ihn sei? „Es ist einfach Begegnung mit Gott, eine wirklich christliche Gemeinschaft, wo man sich bewusst für Gott entscheidet – und man auch coole Aktivitäten erlebt!“

 

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Gottes Schöpfung genießen

Jugendliche verbanden beim Skicamp in Zell am Ziller (Ö) Abenteuer und Glaube

 

„Vier Tage Skifahren, abends Messen und Vorträge und Impulse, Kaminfeuer und Spiele, das hat den Jungs sehr gefallen!“, erzählt P. Raphael Ballestrem LC, der gemeinsam mit Damian Gatzweiler und Gilles Clermont das Camp für die Jungs organisiert hat. Da in Österreich in den Skigebieten die 2G Regel herrscht, konnten nur wenige Teilnehmer mit. „Die konkreten Themen, auf die wir während des Camps eingegangen sind, haben sich die Jungs gewünscht“, führt er fort.

 

Die Bibel und ihr Zugang

Die Bibel besteht aus verschiedenen Büchern, die in verschiedenen Epochen und Umständen verfasst worden sind. Gott inspirierte den Menschen beim Verfassen der Schriften. „Wir haben die verschiedenen Gruppen von Büchern im Alten und Neuen Testament kurz erläutert, um einen guten Überblick zu bekommen“, erklärt P. Raphael. „Als Beispiel nahm ich das Buch der Richter her. Die wilden Geschichten, die dort aufgeschrieben sind, möchten uns näherbringen, wie treu Gott ist, der immer wieder Hilfe schickt, während wir Menschen vielfach Gott nur suchen, wenn es uns schlecht geht.

 

Evolutionstheorie und Glaube

Die Evolutionstheorie beinhaltet eine Reihe von Aussagen, in deren Zentrum die Behauptung Charles Darwins steht, dass sich alles Leben auf der Erde aus verschiedenen Urformen entwickelt hat. Dazu kommen Thesen wie die Abstammung aller Lebewesen von einem gemeinsamen Vorfahren, die Entstehung des Lebens selbst, der Mechanismus der Evolution und weitere Details. „Unabhängig davon, wie sich die Geschöpfe entwickelt haben, ist Gott unser Schöpfer. Die menschliche Seele ist direkt von Gott geschaffen, erzählte P. Klaus Einsle LC den Jungs.

 

Was können wir für unsere Verstorbenen tun?

Die Sünde zieht in unserem Leben eine doppelte Folge nach sich: bei einer Todsünde die „ewige Sündenstrafe“, die uns zum ewigen Leben unfähig macht und der Gemeinschaft mit Gott beraubt. Und die Bindung an die Geschöpfe, die eine Läuterung brauchen, welche „zeitliche Sündenstrafe“ genannt wird. Diese Läuterung kann hier auf Erden stattfinden oder nach dem Tod im „Purgatorium“, dem Ort der Läuterung. Diese Strafe wird direkt durch die Sünde bewirkt“, klärte P. Raphael die Teilnehmer auf. „Durch einen Ablass werden wir oder die Verstorbenen von der „zeitliche Sündenstrafe“ befreit“. Der Ablass sei aber kein Wundermittel, bei dem wir durch die Erfüllung von ein paar Formalitäten Verstorbene in den Himmel katapultieren. „Der Erlass der Sündenstrafen ist ein Geschenk Gottes. Dafür ist es wesentlich, dass wir die richtige Herzenshaltung und den aufrichtigen Wunsch haben, nicht mehr zu sündigen.

 

Gemeinschaftserfahrung

Als Betreuer konnte ich aus den Impulsen einiges mitnehmen. Zu sehen, wie die Jungs auf dem Skicamp Freude hatten, war super. Sie beim Skifahren zu begleiten und zu trainieren war für mich eine großartige Aufgabe. Es lohnt sich, Angebote wie das Skicamp zu unterstützen. Die Jungs wachsen in diesem Tagen im Selbstvertrauen, wenn sie auf der Piste sind. Und die Gemeinschaftserfahrung ist für sie so stärkend! freut sich Damian.

Gabriel (18) startet motiviert ins neue Jahr: „Die Diskussionen am Kaminfeuer und die Katechesen, sowie der Einkehrtag waren richtig gut. Das Thema Evolution war sehr spannend. Ich habe jetzt besser verstanden, was diese Theorie besagt, was ihre Stärken und Schwächen sind. Ich bin motiviert, zuhause regelmäßig die Bibel zu lesen. Auch die Tipps für das Gebet werden für meinen Alltag sehr hilfreich sein.

Das Skifahren hat sehr viel Spaß gemacht, weil das Skigebiet gut ist und wir viel an der frischen Luft waren. Und das Camp war noch besser, weil wir jeden Tag Zeit für Gebet und Messe hatten. Da konnte ich Gott nahe sein. Die Vorträge fand ich hilfreich. Das Thema „Ablässe“ hat mich interessiert und ich habe jetzt besser verstanden, dass wir damit Gnaden für andere Menschen gewinnen können“, ist Cornelius, 13 Jahre, beeindruckt.

Dieses Camp hat einmal mehr gezeigt, dass Abenteuer und Glaube gut zusammenpassen. Für die Teilnehmer war es genial, beim Skifahren Gottes Schöpfung zu genießen und dem Schöpfer tagtäglich persönlich im Gebet und in der Messe zu begegnen“, freut sich P. Raphael. „Die Gemeinschaft, die gemütlichen Abende und Spielerunden waren genial!“

 

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Abenteuer Leben

14 Jungs stellten sich beim Survivalcamp des ECYD den Herausforderungen des Lebens

 

Wir leben in einer Zeit, in der (fast) alles möglich ist: ‚Heute bestellt, morgen schon da‘, ich kann sehen, wie gerade das Wetter in New York ist. Wenn ich heute nach Rom reisen will, schaffe ich es noch, am Abend schon da zu sein. Das ist genial!“, begann P. Raphael Ballestrem LC den ersten Vortrag des Camps zum Thema ‚Schwierigkeiten meistern‘. 14 Jungs im Alter zwischen 12 und 15 Jahren hatten sich angemeldet. „Aber“, führte er weiter aus, „wir verlernen Schwierigkeiten zu meistern und uns für etwas anzustrengen. Genau das brauchen wir aber, wenn wir anderen Menschen helfen wollen, wenn wir etwas für die Gesellschaft tun wollen, wenn wir auch bei Schicksalsschlägen nicht den Mut verlieren wollen. Schwierigkeiten meistern muss man üben. Du kannst das bewusst in Deinen Alltag einbauen, wenn du zum Beispiel einen Aufsatz für die Schule schreiben musst und keine Lust hast. Im Survivalcamp wollen wir das ebenfalls üben.“

Positiv Einfluss nehmen

Jeder von uns übt Einfluss auf andere aus. Ob er will oder nicht“, begann P. Raphael seinen zweiten Vortrag. „Jesus ruft uns auf, Licht in dieser Welt zu sein. Was kannst du tun, um positiv Einfluss auf andere zu nehmen? Erstens: Lerne! Sei neugierig. Probiere neue Dinge aus. Du hast Talente, entfalte diese. Zweitens: Hilf! Nimm den anderen wichtiger als dich selbst. Schau auf die Nöte der anderen. Versuche umzudenken und streiche den Satz ‚Ich habe keinen Bock!‘ aus deinem Vokabular. Drittens: Halte an deinen Überzeugungen fest. Wenn ein Mitschüler in der Schule gemobbt wird, hast du vielleicht zunächst Angst, ähnliches Schicksal zu erleiden, wenn du nicht mitmachst. Wahrscheinlich wirst du aber im Nachhinein dafür bewundert, wenn du an deiner Überzeugung festgehalten hast, dass alle respektvoll behandelt werden sollen.“

„Survival“ im geistlichen Leben

Raphael und Br. Jonathan Fuhr gaben den Teilnehmern auch Survivaltipps für die Seele:Bei Survivaltrips kommt es darauf an, dass unser Körper ‚überlebt‘. Aber wie steht es eigentlich um deine Seele? Survivaltipps für deine Seele: Erstens: Wir brauchen Nahrung. Das ist die Eucharistie. ‚Mein Fleisch ist wahrhaft eine Speise‘ (Joh 6,55). Zweitens: Wir brauchen Erholung. Das ist das Gebet. ‚Kommt alle zu mir, die ihr mühselig und beladen seid! Ich will euch erquicken.‘ (Mt 11,28). Drittens: Wir brauchen manchmal Pflaster und Heilung. Die Sünde verwundet uns. Die Beichte befreit uns von der Sünde.“

Feuer und Orientierung

Damit sich die Jungen auch beim Survialtrip über drei Tage zurechtfanden, lernten sie Grundlagen der Orientierung: „Wir haben den Jungs Karten lesen beigebracht und wie sie die Himmelsrichtung ohne Kompass herausfinden, nämlich durch Sonnenstand, mit Armbanduhr oder durch Beobachtung der Bäume“,erzählte P. Raphael weiter. „Aber auch wie sie Feuer machen und woran sie denken müssen, wenn sie länger als einen Tag im Freien unterwegs sind.“

Unter Sternen

In den drei Tagen des Survivaltrips legten die Teilnehmer etwa 30 Kilometer zurück, schliefen im Freien, bewunderten die Sterne und machten Feuer fürs Essen. Das Wetter meinte es gut, denn es war weitgehend trocken und nicht zu kalt.

Im Anschluss an den Trip besuchten die Jungen noch den Hindernispacour Arboretum in Nettersheim. „In Nettersheim befinden sich etwa 25 Hindernisse auf einer Strecke von 900 Metern“, schilderte P. Raphael.Die Jungs wurden hier sehr gefordert und gingen an ihre Grenzen. Sie haben den Pacour ganz großartig gemeistert.

Am letzten Abend trafen sich die Teilnehmer noch einmal zu einem Anbetungsabend, bei dem es auch die Möglichkeit gab, das Sakrament der Versöhnung zu empfangen.

Und was sagen die Jungs?

Dieses Camp war super! Ein Höhepunkt war für mich der Anbetungsabend. Da hatte ich einfach in Ruhe Zeit mit Jesus. Ich habe das genossen. Der Impuls über unseren Einfluss auf andere hat mich inspiriert. Ich verstehe jetzt besser, wie ich positiv auf andere Einfluss nehmen und ihnen helfen kann. Und wir haben drei Tage draußen verbracht. Ich schätze alles, was ich habe und bekomme, jetzt viel mehr!“, ist David (14) begeistert.

Und Clemens (14) freut sich über das Abenteuer: „Am besten war für mich der Survivaltrip. Ich mache das sehr gerne: in der Natur mein eigenes Essen kochen, draußen sein, Feuer machen, das ist einfach genial. Ich liebe diese Abenteuer.

 

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Begeisterung für Jesus wecken

13 Jungen trafen sich im Oktober zum „NET-Challenge-Narnia-Camp“ des Regnum Christi in Neukirchen-Seelenscheid.

 

Vier ältere Jungen aus dem ECYD-Team in Düsseldorf haben dieses NET-Camp für die Jüngeren vorbereitet. Den Tagesplan, die Teamaufgaben, den Escape-Room, die Spielideen, den Spieleabend und vieles mehr haben sie selbst erarbeitet. Bei den regelmäßigen Treffen mit ihnen konnte ich sie bei diesem Projekt begleiten und anleiten. Es ist eine Freude, dass sie ihre Talente auf diese Weise einbringen!“, erzählt P. Raphael Ballestrem LC (Leiter des Camps).

Die Chroniken von Narnia als christliche Allegorie

„Zuerst haben die Teilnehmer die Geschichte von Narnia anhand von dem Teil ‚Der König von Narnia‘ kennengelernt: Die Jungen sahen einige Filmausschnitte, lasen einige Szenen vor und erzählten die Handlungen“, schildert P. Raphael. „Anhand der Tugenden und des Lebens von Aslan erfuhren sie die Ähnlichkeiten mit Jesus: Aslan möchte, dass Narnia von der Kälte befreit wird, die durch die Weiße Hexe Jadis gekommen ist. Auf ähnliche Weise möchte Jesus, dass wir ein erfülltes Leben haben. Er sorgt für uns in so vielen kleinen und großen Dingen. So wie Aslan die Strafe für die Fehler Edmunds auf sich genommen hat, so hat Jesus die Strafe für unsere Sünden auf sich genommen. Aslan ist wieder zum Leben erweckt, genauso ist Jesus von den Toten auferstanden und möchte, dass auch wir nach unserem Tod wieder auferstehen“, führte er weiter aus.

Wie funktioniert Versuchung?

Auch da gibt es Parallelen zu Jesus: Jadis lockt Edmund mit Türkischem Honig an und verspricht ihm, ihn zum König zu machen, wenn er ihr seine Geschwister bringt. Er verrät seine Geschwister, wird dann aber gefangen genommen. Dann erkennt er seinen Fehler. „In der Versuchung werden wir durch irgendetwas angezogen, das aber eine Handlung fordert, die nicht gut ist. Daran erkennen wir unseren Fehler und bereuen ihn“, erklärte Br. Jonathan Fuhr LC den Teilnehmern.

Gemeinsam stark sein

„So wie Peter, Edmund, Susan und Lucy als Team zusammenhalten, so müssen wir das auch“, motivierte Br. Jonathan die Jungen. Genug Übung dafür gab es bei der Team-Challenge (ein Lager für das Team im Wald bauen, Bowling und Escape-Room). Außerdem war noch genug Zeit für Spiele im Freien, unter anderem eine Pedal-GoKart-Tour in einem Wald bei Köln.

Gemeinsames Gebet, heilige Messe und die Möglichkeit, das Sakrament der Versöhnung zu empfangen, rundeten das Wochenende ab.

Die Aufgaben für unser Team haben Spaß gemacht“

„Die Geschichte von Narnia hat mir sehr gut gefallen. Der Löwe Aslan hat den Kindern immer geholfen. Er ist wie Jesus. Den können wir nicht immer sehen, aber er hilft uns genauso, erzählt der neunjährige Felix nach dem Camp.

Samuel, auch neun Jahre alt, freute sich über die Teamaufgaben: „Es war sehr cool, dass wir so viel draußen sein konnten. Die Aufgaben für unser Team haben mir Spaß gemacht. Es war schwer, wenn jemand aus dem Team nicht gut mitgemacht hat. Zum Glück hatten wir beim Lagerbau im Wald einen Betreuer, der uns geholfen hat.“

David, einem jungen Betreuer, hat die Vorbereitung richtig Spaß gemacht: Mein Wunsch war es, die Teilnehmer glücklich zu machen. Ich wollte einfach sehr aufmerksam sein, damit sich keiner langweilt und wir immer etwas Lustiges spielen können. Die Vorbereitung des Escape-Rooms hat mir richtig Spaß gemacht. Da konnte ich einfach mal kreativ sein. Und es hat den Jungen geholfen, als Team zusammenzuwachsen. Ich musste sie dabei immer wieder motivieren, aber es hat sehr gut funktioniert.“

 

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SMART auch ganz ohne WLAN!

25 Jungs zwischen 15 und 18 Jahren machten beim Extreme-Camp des ECyD in Eberstalzell (Oberösterreich) so manch neue Erfahrungen

 

Weit weg vom nächsten Dorf, hoch oben auf dem Hochkogel, sitzen ein paar Jungs vor einer Berghütte und blicken in den klaren Nachthimmel. Sie machen in der Abgeschiedenheit eine völlig neue Erfahrung: Unglaublich, welch prachtvolles Sternenmeer von hier aus zu sehen ist, zum Greifen nahe scheint. Kein Geräusch, kein künstliches Licht, kein Smartphone, nur Natur pur. Morgen wollen sie auf den Gipfel gehen, der sich in der Dunkelheit nur schemenhaft abzeichnet.

Leadership auch ganz praktisch

Das fünftägige „Extreme Camp“ unter der Leitung von Pater Raphael Ballestrem LC bietet ein vielfältiges Angebot an Aktivitäten und geistlichen Inputs, aber auch praktisches Handwerkszeug zum Thema „Entfaltung von Leadership“. Bei einer theoretischen Einheit erfahren die Teilnehmer von Betreuer Fabian Lorey und Br. Michael Hemm LC, warum Ziele im Leben wichtig sind und wie man diese setzt. Dabei greifen sie auch auf einen gewissen Arnold Schwarzenegger zurück, konkret lernen sie dessen sogenannte SMART-Methode kennen: Ein Ziel muss Spezifisch, Messbar, Attraktiv, Realistisch und Terminiert sein (siehe Wikipedia). Bei einer Übung formulieren dann die Jungs ihre Ziele für das kommende Jahr. „Dieser Input über die Zielstrebigkeit mit der Motivation von Arnold Schwarzenegger war für mich sehr hilfreich. Er spricht in einem nicht-christlichen Kontext. Aber die Wichtigkeit der Zielstrebigkeit gilt ja genauso für uns Christen, ist Joel (18) überzeugt. Bei einem weiteren Impuls hört die Gruppe, wie bereichernd es sein kann, seine Zeit und Talente für andere einzusetzen. Das Zeugnis von Betreuer Michael Lorey, der von seinem Jahr als Coworker in den USA erzählt, beeindruckt.

Action pur und Momente der Einkehr

Ein Highlight des Camps ist die zweitägige Bergwanderung mit Hüttenübernachtung und Bergmesse. „Am besten hat mir die Bergwanderung gefallen. Die Stille der Natur und den schönen Abend auf der Hütte genießen zu können, ohne WLAN, war richtig gut“, reflektiert Quirin (16). Neben der Bergwanderung bleiben der Besuch einer Eishöhle, eine Mountainbike-Tour am Hallstätter See, Reifen- und Wakeboardfahren am Traunsee, Turmspringen und vieles noch lange in Erinnerung. Auch das geistliche Programm mit täglicher Messe, Morgengebet, Anbetungsabend mit Beichtgelegenheit und Nachtanbetung hinterlassen bleibende Eindrücke: „Beim Anbetungsabend war es für mich sehr bewegend, als wir persönliche Fürbitten formuliert haben und wir somit die Anliegen eines jeden einzelnen vor Gott gebracht haben“, schildert Markus (16).

Eine Gemeinschaft, die trägt

Ein Mehrwert des Camps ist für Markus neben all den Aktivitäten auch die Begegnung: „Die Gemeinschaft in diesen Tagen war richtig gut. Jeder ist mit jedem, unabhängig vom Alter, gut ausgekommen. Ich habe mich echt gefreut, viele Freunde wiederzusehen und neue Freundschaften zu schließen. Außerdem hatten wir zwischendurch immer wieder richtig gute Gespräche.“ Auch Joel (18) freut sich: „Als ich ankam, kannte ich fast niemanden von den anderen Teilnehmern. Durch den Austausch und das gute Miteinander habe ich alle Namen gelernt und weiß auch von jedem etwas Persönliches.“

Was bleibt?

Das Camp hat mich motiviert, weiter regelmäßig zu beten. Das ist einfach notwendig, wenn die Freundschaft mit Jesus wachsen soll“, ist Quirin überzeugt. Markus nimmt aus dem Camp vor allem zweierlei mit: „Ich bin jetzt motiviert, mir konkrete Ziele für mein nächstes Jahr zu setzen. Und außerdem habe ich erfahren, wie erfüllend es ist, wenn man mehr auf die anderen als auf sich selber fokussiert ist.“

Samuel Jeschke

 

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Offenherzige und fröhliche Apostel

17 Jungen nahmen am „Mission is possible“-Camp des ECYD im ApostelHaus des Regnum Christi in Ratingen teil.

 

„Alles an Christus erinnert uns daran, dass ihm die Welt, in der wir leben, und ihre Erlösungsbedürftigkeit nicht fremd sind; er ruft uns auch dazu auf, dass wir uns als aktiver Teil dieser Sendung fühlen: »Geht also an die Kreuzungen der Straßen und ladet alle, die ihr trefft, […] ein! (Mt 22,9)“, sagt uns Papst Franziskus in seiner Botschaft zum Weltmissionssonntag 2021. Die Mission zu leben bedeute, sich darauf einzulassen, die gleiche Gesinnung wie Christus Jesus zu pflegen und mit ihm zu glauben, dass der Mensch neben mir auch mein Bruder oder meine Schwester ist.

 

Doch wie geht Mission?

„Wir versuchen den Jugendlichen mit auf den Weg zu geben, dass sie zum Aposteldasein berufen sind. Daher zeigen wir ihnen, wie sie ein regelmäßiges Gebetsleben in ihrem Alltag unterbringen, laden interessante Persönlichkeiten ein, Zeugnis über ihre Berufung zu geben und bringen ihnen die aktive Nächstenliebe nahe. Impulse und Katechesen dürfen da natürlich auch nicht fehlen“, erzählte P. Raphael Ballestrem LC, der das „Mission is possible“-Camp des ECYD im ApostelHaus Ratingen leitete.

 

Jesus statt Fußball

Das Leben von Fußballprofi Patrick Kaesberg war beim SV Darmstadt 98 eigentlich klar vorgezeichnet: Geld, Karriere, Macht, je mehr desto besser. „Ich habe aber bald gespürt, dass es nicht das ist was einen glücklich macht“, erzählte er den Jungen bei seinem Besuch in Ratingen. Er spürte, dass er Priester werden sollte, dennoch dauerte es drei Jahre bis er dem Ruf folgte. „Es war so als ob jemand an meine Türe klopft und du weißt es ist der Herr, es ist Christus. Und du antwortest: Klopf mal woanders, es gibt noch andere“, gab er den Jungen Zeugnis. Aber Christus blieb hartnäckig und so wurde Patrick Kaesberg 2019 zum Priester geweiht.

Zur besonderen Freude der Teilnehmer gab er nicht nur Zeugnis über seine Berufung, sondern legte auch noch mit den Jungen eine Trainingseinheit auf dem Fußballfeld hin.

„Beim Thema Zeugnis informierten sich die Burschen auch über verschiedene weitere Persönlichkeiten. In Teams aufgeteilt stellten sie in jeweils fünf Minuten das Leben und Wirken von Don Bosco, Maximilian Kolbe und Mutter Theresa vor“, erzählte P. Raphael.

 

„Ich freu mich auf den Himmel“

Neben den Heiligen wählten die Jungen eine beeindruckende Persönlichkeit der Gegenwart: Philipp Mickenbecker, YouTube-Creator und „The Real Life Guy“, der diesen Juni an den Folgen seiner Krebserkrankung verstorben war. Gemeinsam mit seinem Zwillingsbruder Johannes startete er den YouTube Kanal „The Real Life Guys“, der mittlerweile über 1,4 Millionen Abonnenten aus aller Welt zählt. In ihren Videos motivieren sie junge Leute, in die Natur zu gehen und Abenteuer zu erleben.

Philipp und seine Geschwister waren zwar christlich aufgewachsen, doch erst durch seine Diagnose und Krankheit fand er selbst zu Gott und legte Zeugnis von seinem Glauben ab. Mit seiner Aussage: „Gott nimmt Schweres nicht weg, sondern trägt uns durch“, motivierte er viele Menschen ihr Schicksal anzunehmen.

 

Der Blick auf den Nächsten

„Zunächst hatten wir eine Aktion der Nächstenliebe geplant – Altglas einsammeln und für die Leute zum Container bringen – haben es aber wegen Bedenken bezüglich Corona fallen gelassen“, erzählte P. Raphael. Stattdessen hätten sie mit den Jungs eine Runde gemacht, in der sie die guten Eigenschaften der anderen lobten. „Das war unglaublich erbaulich, denn die Jungs haben ihren Blick für das Gute in den anderen geschult.

Während der Impulse ging P. Raphael mit den Jungen noch mal besonders auf die Themen Gebet für andere ein. „Zeigt euren Mitmenschen, dass alle glücklich sein wollen, dass die weltlichen Dinge unser Herz nicht füllen und dass nur Gott uns wirklich glücklich macht. Viele Menschen wissen nicht, dass Jesus auf unsere Hilfe hofft,“ ermunterte er sie.

 

Kein Camp ohne Action!

Neben dem Fußballtraining mit Vikar Patrick besuchten die Jungen den Aquapark „Blaue Lagune“, fuhren mit Kanus auf der Ruhr von Essen-Werden bis Kettwig und hatten Zeit für Outdoorgames und Sport im Freien. Jugendliche des Regnum Christi organisierten für die Teilnehmer einen „Casino Abend“. Außerdem galt es einen Kriminalfall zu lösen: „Die Jungs mussten bei einem Rechtsanwalt die Akte des „Verbrechers“ abholen. Unterwegs trafen sie einen Wachtmeister, der ihnen das Hotel verriet, in dem der „Verbrecher“ zu finden war. Dort haben sie dann von einem Detektiv einen USB-Stick mit geheimen Dokumenten erhalten, und so weiter“, erzählte P. Raphael.

Eine weitere Aufgabe gab es für die Jungen: Sie sollten durch Ratingen zu gehen und Gebetsanliegen sammeln. Während der abendlichen Anbetungsstunde haben sie dann für diese gebetet. „Natürlich haben viele Leute nicht mitgemacht, aber viele waren sehr dankbar, dass sie ihre Anliegen loswerden konnten, das hat die Jungs überrascht!“, zeigte P. Raphael sich erfreut.

 

Nur im Team sind wir stark

Der Aquapark war genial, weil man da viel zusammen spielen und toben konnte. Das war quasi ein riesiger Abenteuerspielplatz. Ich habe im Camp gelernt, wie ich anderen helfen kann. Ich will jetzt öfter für andere beten und ein gutes Vorbild sein, zum Beispiel indem ich freiwillig zuhause in der Küche helfe“, ist Clemens (14 Jahre) motiviert.

Samuel (11 Jahre) hat erfahren, wie wichtig Nächstenliebe ist: „Das Fußballtraining mit einem ehemaligen Profi war ein tolles Erlebnis. Da habe ich nochmal gelernt, dass Zusammenspiel sehr wichtig ist. Beim Stadtkrimispiel habe ich gelernt, dass es manchmal Hindernisse im Leben gibt und nicht immer alles leicht ist, aber dass es sich lohnt, bis zum Ende durchzuhalten. Außerdem habe ich auf diesem Camp gespürt, wie wichtig die Nächstenliebe ist. Zuhause möchte ich mehr mit meinen Geschwistern spielen.“

Jan-Niklas (12 Jahre) möchte zu Hause öfter beten: „Das Stadtkrimispiel war genial. Das hat auch die Gemeinschaft gestärkt. Auch der Besuch vom Patrick war gut. Da habe ich gelernt, wie ein Team sehr stark sein kann, wenn es zusammenhält. Im Camp habe ich außerdem verstanden, dass Gott einen Plan für uns hat und dass es ein großes Abenteuer ist, diesen zu entdecken. Zuhause will ich mehr beten, weil Jesus mir dort Kraft gibt. Das habe ich in diesen Tagen öfter gemerkt.“