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Camps

„Ich habe da draußen gelernt, wie man als Team zusammenarbeiten muss“

Sechs Jungen im Alter zwischen 12 und 15 Jahren erlebten mit ihren Betreuern vom 21. bis 26. Oktober das „Survivalcamp“ und verbrachten zwei Tage unter freiem Himmel in der Natur

Training für das Überleben in der Natur

Die Jungs verbrachten zwei Tage in der Natur und vier Tage in der Apostolischen Schule in Bad Münstereifel. Survival-Coach Johannes Lanzerstorfer gab ihnen zu Beginn eine Einführung und erklärte, wie sie sich draußen im Wald am besten zurechtfinden können. Im Anschluss übten die Teilnehmer – ohne Hilfsmittel – ein Feuer zu machen und sich an einem Seil über Hindernisse zu hangeln. Einige Lernvideos zum Thema rundeten das Training ab. Jeder Teilnehmer nahm am Ende dieser intensiven Vorbereitung nur einen Schlafsack, eine Isomatte, Kleidung, ein Taschenmesser, Seil und Haken und einen Funkenschläger mit auf den Weg.

„Teamwork“ gefragt: Zwei Tage ohne Zelte und Proviant unterwegs

35 Kilometer von Bad Münstereifel entfernt begann die Gruppe dann ihr Abenteuer. Die Herausforderung? In den nächsten 48 Stunden zur Unterkunft zurückzufinden – ohne Zelte und weiteren Proviant. In der freien Natur lernten die Jungs schnell, dass „Teamwork“ entscheidend ist: Ich habe da draußen gelernt, dass man als Team zusammenarbeiten muss, z.B. beim Herrichten der Lagerstätte und beim Tragen der Utensilien“, meint Joschko (13). „Draußen zu leben ist nicht einfach. Ich verstehe jetzt viel besser, was Menschen durchmachen, die kein Zuhause haben“, fügt Josef (12) hinzu. Da die Teilnehmer keinen Proviant und keine Zelte mitgenommen hatten, schliefen sie an ausgewiesenen Feuerstellen am Lagerfeuer unter freiem Himmel. Während der Nacht gab es die sogenannte „Feuerwache“, bei der jeder Teilnehmer für 30 Minuten das Feuer bewachte, bevor der nächste den Wachdienst übernahm. Den Jungen gelang es, die unbekannten Herausforderungen zu meistern: „Wir haben unterwegs viel Essen gefunden und das Wetter war auch gut. Gott sei Dank!“, erzählt Andres (14).

Mit Gott erfolgreich Herausforderungen meistern

Den thematischen Hintergrund des Camps bildeten wichtige Eigenschaften, die ein Mensch braucht, wenn er unbekannte Schwierigkeiten und Herausforderungen meistern möchte. Survival-Coach Johannes wusste z.B. aus eigener Erfahrung: „Unser Körper ist sehr leistungsfähig. Wenn wir meinen, dass wir nicht mehr weiterkönnen, haben wir ungefähr erst 40 Prozent unseres Potentials ausgeschöpft.“ Doch nicht nur auf Muskelkraft kommt es an, sondern besonders auf die innere Stärke, erklärte Pater Klaus Einsle LC: „Wenn du manchmal etwas Angst spürst, dann ist das der Moment, um mit Gott mutig zu sein. Wir können mutig sein, weil wir wissen, dass Gott immer seine schützende Hand über uns hält.Wahre Stärke bestünde deshalb darin, nicht vor Herausforderungen davon zu laufen oder sie vor sich herzuschieben, sondern sie mutig anzugehen.

Fazit nach zwei Tagen unter freiem Himmel

Zwei Tage später kamen die Jungs müde aber zufrieden und sichtlich stolz auf ihre Leistung in der Apostolischen Schule der Legionäre Christi in Bad Münstereifel an. „Die Tage im Freien waren schon eine Herausforderung. Manchmal mussten wir sozusagen Niederlagen einstecken, wenn wir z.B. den falschen Weg gegangen waren. Ich habe gelernt, mich davon nicht entmutigen zu lassen. Eine gute Erfahrung“, sagte Josef (12). „Jetzt weiß ich, was es bedeutet, dass wir zuhause eine Heizung haben, uns immer waschen können und niemand Feuerwache halten muss“, fügte Jakob (12) schmunzelnd hinzu. Viel Spaß hatten die Teilnehmer zudem bei einer Nerf-Schlacht und einem Besuch der Kartbahn in Köln.

Die persönliche Beziehung zu Christus stärken und leben

Neben den Themen Survival und Teamgeist vertieften die Teilnehmer auch ihre Beziehung zu Gott: Am letzten Abend konnte jeder Junge in der eucharistischen Anbetung einen ganz persönlichen Moment allein mit Jesus im Gebet verbringen. Zudem gab es auf dem Camp die Möglichkeit, das Sakrament der Versöhnung zu empfangen. Es bedurfte schließlich auch etwas Mutes, Passanten in der Fußgängerzone kleine Zettel mit Bibelversen zu schenken, die sie vorher selber vorbereitet hatten. Damit wollten sie daran erinnern, dass alle Menschen von Gott unendlich geliebt sind.

Unser Gott ist ein Gott, der für die Menschen sorgt, das vor allem erfuhren die Teilnehmer während des spannenden Survivalcamps in der Eifel.

 

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