ECYD Treffen mit dem Kardinal in Krakau
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Tipp des Kardinals: Auch beim Beten am Ball bleiben!

Drei Teams aus Österreich und ein Vizemeistertitel beim ECYD-Fußballturnier in Krakau.

Auch wenn der Fußball an diesem verlängerten ECYD-Wochenende im Mittelpunkt stand und die Burschen mit Spitzenfußball den hervorragenden zweiten Platz nach Hause spielten, so stand zum Auftakt etwas anderes im Mittelpunkt: die Begegnung mit einem besonderen Menschen: Einem großen Priester, einem Bischof, einem Kardinal, der rund vier Jahrzehnte an der Seite von Papst Johannes Paul II. gestanden hat: Stanisław Dziwisz. „Die Burschen konnten ihm ganz einfach Fragen stellen und er gab bereitwillig Auskunft„, schildert P. Leonhard Maier LC. „Zum Beispiel über den Wunsch, Priester zu werden, der ihn schon von klein auf begleitete hatte. Was er den Burschen vor allem empfehlen kann? Das treue Gebet.“ Fußballer würden an dieser Stelle freilich sagen: Am Ball bleiben.

Der Kardinal erzählte viel über das Gebetsleben des heiligen Johannes Paul II., das ihn besonders beeindruckt habe. Außerdem zeigte er ein lebhaftes Interesse am Werdegang der einzelnen jungen Besucher aus Österreich. Dabei sprachen die Teilnehmer mit dem Kardinal auch über das Zentrum Johannes Paul II. in Wien. Für Pater Leonhard Maier LC war dieser Moment eine Fügung:. „Unser Coworker Daniel Weber und ich haben den Kardinal spontan gefragt, ob es möglich sei, einen Antrag für eine Reliquie für das Zentrum in Wien zu stellen„, schildert er. „Wir meinten auch, dass wir uns vorstellen könnten, etwas für das große, noch immer im Bau befindliche Zentrum Johannes Paul II. in Krakau zu spenden.

Allein den Kardinal so schnell angetroffen zu haben, sei eine Überraschung gewesen, freut sich Pater Leonhard. Die größere Überraschung folgte dann noch: „Der Kardinal hat auf unsere Frage hin nur gemeint, dass wir kurz warten sollten – und hat uns dann die Reliquie fürs Zentrum Johannes Paul II. in Wien geschenkt. Was für ein ehrenvolles Geschenk, große Dankbarkeit und Riesenfreude, einfach großartig!“ 

Ich finde das ECyD-Turnier voll cool, weil es einfach
die perfekte Kombination zwischen Fußball und Glaube ist!
Jakob Posch (13), St. Georgen im Attergau

Seit vielen Jahren nehmen ECYD-Mannschaften aus Österreich beim Fußballturnier in Polen teil. Mit dabei sind ECYD-Teams aus Budapest, aus Krakau und Bratislava, außerdem mehrere Mannschaften aus Krakauer Pfarren. Heuer reisten gleich drei Teams in Rotweißrot an, ein Rekord! Der letzte große Erfolg, ein Vizemeistertitel, liegt schon sechs Jahre zurück. Kein Wunder also, dass die Jungs hungrig wie nie zuvor auf einen Pokal waren. Dementsprechend bereiteten sie sich intensiv auf das Großereignis mit 20 Mannschaften in zwei Altersgruppen vor, waren körperlich gewaltig in Schuss und ließen sich zudem von Vater Andreas Mayer, der Trainer beim TSV Wallersee ist, professionell coachen. Und es kam, wie es kommen musste: geBALLte Energie am Feld, unbändiger Zug aufs Tor, Durchmarsch ins Finale, dort den ganz großen Turniersieg nur knapp verpasst, weil just in diesem Moment das Glück den Mannen aus Budapest hold war. An Leistung und Einstellung hat´s jedenfalls nicht gemangelt! „Es war sehr schön zu sehen, wie in vielen europäischen Städten ein guter Mannschaftsgeist und die gleiche Fairness gepflegt werden„, hatte P. Leonhard weitere Gründe zur Freude. „Die Freundschaft mit Christus ist das Band, das uns miteinander verbindet.

Doch es gibt auch noch einen Leben neben und nach dem Fußball. Im Heiligtum von Schwester Faustina feierte die große Gruppe mit P. Leonhard eine Messe, in der Predigt stellte er die menschliche Leiblichkeit heraus. „Gerade das Fest Christi Himmelfahrt zeigt uns die Würde und die Heiligkeit unseres Körpers.“ Abends zeigte ihnen ein Jugendlicher des Regnum Christi die Altstadt von Krakau und führte sie in ein traditionelles Restaurant. „Das war ein echter Geheimtipp„, befanden die Jungs und deren Begleiter.

Auf dem Weg durch die Stadt verteilten die Burschen wundertätige Medaillen an die Menschen: „Die Burschen wurden im Laufe des Wochenendes immer besser darin. Dabei ergaben sich viele Begegnungen mit ganz unterschiedlichen Personen: Manche luden die Burschen zu einem Eis ein, andere schenkten im Gegenzug auch katholische Symbole. Natürlich wurde das Angebot oft auch abgewiesen„, erzählt P. Leonhard. In der Unterkunft angekommen verrichteten die Jungs dankbar für den erlebnisreichen Tag ihre Nachtgebete. Die, die nicht müde waren, schauten noch „Karol“ an, einen Film über das Leben von Papst Johannes Paul II.. Viele Orte, die für diesen Heiligen wichtig waren, haben die Burschen selbst besucht: Seinen Lieblings-Wallfahrtsort Kalvaria, seinen Geburtsort Wadowice, seine Universität, den Wawelberg

Und wie fanden die erfolgreichen Jungkicker die Reise nach Krakau? Cool. Einfach cool. Voll cool. Oder gar: super cool. „Ich finde das ECYD-Turnier voll cool, weil es einfach die perfekte Kombination zwischen Fußball und Glaube ist„, meinte etwa Jakob (13) aus St. Georgen im Attergau (Oberösterreich). Dem schließt sich Paul (12) aus Neumarkt am Wallersee an: „Die Mischung von Fußball und ECYD-Gemeinschaft hat mir sehr getaugt. Ich habe es voll cool gefunden, dass wir bei Schwester Faustina waren.

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