Familienfreizeit
Camps

4 Tage gleich 7 Wochen Familienurlaub

Kann man sieben Wochen Urlaub in nur vier Tagen erleben? Genauso fühlte sich die Familienfreizeit für Guido Hindahl an. Er war mit seiner Familie ins Schloss Wissen bei Kevelaer gekommen, um Zeit mit seiner Frau und den beiden Töchtern zu verbringen und sich mit anderen gläubigen Familien auszutauschen. Fast 50 Personen, die meisten davon Kinder, nahmen an der Freizeit vom 10.-13. Mai 2018 teil.

Während im Alltag oft wenig Zeit für sich selbst bleibt, konnten die Eltern, dank der guten Kinderbetreuung, u.a. in Ruhe die Vorträge von Pater Klaus Einsle LC besuchen. Dabei sprach er beispielsweise über seelische Wunden und deren Heilung: „Wir alle werden, auch wenn wir die besten Eltern hatten, im Laufe unseres Lebens verletzt. Diese Wunden erzeugen in uns manchmal unbewusst Lebenslügen. Wir reagieren darauf mit bestimmten Gefühlen, Reaktionen oder Handlungsweisen, deren Gründe wir meist nicht kennen: Bitterkeit, Verschlossenheit, Wut, Ängstlichkeit usw.“ Pater Klaus hob hervor, dass viele Menschen sich oft damit abfänden und „durch das Leben schleppen“ würden, „doch Gott möchte uns heilen. Er nimmt die Wunden auf sich und schenkt uns dadurch die Möglichkeit, zu neuen, innerlich freien Menschen zu werden.“ Viel Zeit bot sich den Eltern in den vier Tagen zum Austausch untereinander. Außerdem gab es die Möglichkeit zur Beichte und Anbetung, dem Besuch der heiligen Messe und gemeinsamen Gebetszeiten.

Am Wallfahrtsort Kevelaer feierten die Teilnehmer gemeinsam die heilige Messe

 

Die Kinder konnten sich währenddessen im „Irrland“ – einem Freizeitpark in der Nähe von Kevelaer – austoben. Jugendliche und Coworker des Regnum Christi betreuten die Kinder. „Es war wirklich anstrengend. Man hat gemerkt, was es heißt nonstop Kinder um sich zu haben. Aber es hat sich auf jeden Fall gelohnt“, meinte Raphaela, eine der fleißigen Betreuerinnen. Beeindruckt sei sie auch von dem Umgang der Eltern mit ihren Kindern gewesen. Umgekehrt schätzen die Eltern das Engagement der jungen Betreuer für ihre Kinder: „Was die Coworker geleistet haben, ist einzigartig. Ich bin schon mit zwei Kindern im ‚Irrland‘ überfordert. Aber was ihr da mit der ganzen Horde Kinder macht: beeindruckend. Ihr strahlt so viel Liebe und Freude aus. Das tut unseren Kindern echt gut„, sagte Petra, eine der Mütter.

Als besondere Überraschung schaute der Apostel Paulus bei den Kindern vorbei – und natürlich hatte er seine „Rüstung des Glaubens“ dabei, die von Bernadette Ballestrem (gottgeweihte Frau im Regnum Christi) näher erklärt wurde. Bei einer Rallye halfen die Kinder dem Apostel anschließend, seine Mission zu erfüllen und sicher „nach Rom“ zu kommen.

 

Im Irrland gibt es einiges zu entdecken!

 

Neben dem Programm verbrachten Eltern und Kinder viel Freizeit miteinander, gingen spazieren oder tobten sich bei den gemeinschaftlichen Spielen im Garten aus. Eines der Highlights war die gemeinsame Wallfahrt zur Gnadenkapelle in Kevelaer und das anschließende Eis. „So viel gelacht, so viel Freude erlebt wie in diesen drei Tagen habe ich die letzten fünf Jahre nicht“, meint Kaspar Kloiber, Vater von fünf Kindern. Er war mit seiner Familie aus Lenggries angereist. Auch für den elfjährigen Jakob aus Thüringen hat sich die Reise gelohnt: Er überzeugte seine Eltern davon, dass sie nächstes Jahr wiederkommen.

 

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