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Das ganze Leben in einem neuen Licht sehen

„Kenne ich Sie?“, fragt Mackenzie als er erstmals „Papa“ trifft. „Nicht sehr gut, aber daran werden wir arbeiten“, antwortet „Papa“. Das Zitat stammt aus dem Buch „Die Hütte“ von William Paul Young. Die Geschichte handelt von einer Familie, die auf tragische Weise ein Kind verliert. Jahre später lädt Gott den Familienvater auf eine Reise der inneren Heilung und der Vergebung ein. Dabei stellt sich heraus, dass Gott ganz anders ist, als Mackenzie ihn sich vorgestellt hat. Gott und sich selbst in einem neuen Licht zu sehen, dazu waren 18 junge Frauen im Alter von 14 bis 17 Jahren auf den Exerzitien in Bochum und einer Kroatienreise eingeladen. 

Gott ist gut und liebt bedingungslos

Dass Gott jeden Menschen begleitet und liebt, war eine der zentralen Botschaften der Schweigeexerzitien für junge Frauen vom 12. bis 22 August 2019. Pater Klaus Einsle ging mit den Teilnehmerinnen unter der Perspektive der bedingungslosen Liebe Gottes die biblische Heilsgeschichte durch: Von der Erschaffung der Welt und des Menschen bis hin zu Jesus, seinem Tod am Kreuz und seiner Auferstehung. „Gott hat uns geschaffen, um an seiner Freude, Liebe und Wahrheit teilhaben zu können. Der ursprüngliche Plan Gottes bleibt Wirklichkeit, auch wenn wir Menschen einen anderen Weg gehen“, so Pater Klaus. Der Sinn unseres Daseins bestehe darin, immer mehr an der Freude und Fülle Gottes teilzuhaben.

Aufatmen in Gottes Liebe und Fürsorge

Ich habe auf den Exerzitien ganz neu erfahren wie es ist, mit Gott ganz offen und ehrlich über alles zu reden“, teilt eine Teilnehmerin (16) ihre Erfahrungen. Eine andere (14) erzählt: „Mir wurde klar, dass Gott echt ein guter Gott ist, der voll von Liebe und Freude ist.“ Neben den Impulsen gab es Zeit zum Ausruhen und für das stille Gebet. An einem Abend sahen sich die Teilnehmerinnen außerdem die Verfilmung von dem Buch „Die Hütte“ an. Ein Highlight für die Teilnehmerinnen war die Erneuerung der Taufversprechen.
Die Exerzitien fanden im Zisterzienserkloster in Bochum-Stiepel statt. „Wir wurden sehr herzlich aufgenommen. Ich bin jedes Mal beeindruckt von der Gastfreundschaft der Zisterzienser“, erzählt Bernadette Ballestrem, die die Exerzitien jährlich organisiert.

Zeit zum Teilen und Reflektieren am Strand

Danach verbrachte die Gruppe einige Tage in Kroatien am Meer. „Wir haben die Exerzitien und die Kroatienfahrt erstmals als eine gemeinsame Fahrt angeboten. Das war eine gute Kombination“, stellt Bernadette Ballestrem weiter fest. „Nachdem die Mädchen eine so intensive Erfahrung in den Exerzitien gemacht haben, war es sehr schön, Zeit zu haben, sich darüber auszutauschen und gemeinsam zu beten. Besonders beeindruckt hat mich, dass den Mädchen wichtig war, morgens genug Zeit für das Gebet zu haben und sie sich diese Zeit auch selbstständig nahmen.

Urlaub in Gemeinschaft mit Jesus und untereinander

Die Gruppe wohnte in einem Ferienhaus direkt am Meer. Reichlich Zeit zum Entspannen blieb den Mädchen bei einer Bootstour mit de Motorboot, bei der sie einige Inseln erkundeten. „In Kroatien haben wir entspannt, gelacht, gebetet und über die Exerzitien geredet. Die Gruppe war wirklich besonders und wir sind sehr zusammengewachsen“, erzählt eine der Teilnehmerinnen. „Wir waren täglich in der kroatischen Kirche, um an der Messe teilzunehmen. Ich war total überrascht, dass die Kirchen immer so voll waren“, teilt eine andere Teilnehmerin ihre Erfahrungen. In besonderer Erinnerung geblieben ist der Gruppe der Lobpreis am Stand. Einige Touristen blieben stehen und fragten, woher wer die Mädchen seien und woher sie kämen. „Eine Familie kannte sogar ein Lied, was wir gesungen haben, auf Spanisch. Sie haben angehalten und uns die spanische Version gezeigt“, so eine Teilnehmerin. „Für mich war der Lobpreis am Stand mein persönliches Highlight“, schließt Veronika (16), eine der Teilnehmerinnen. „Es waren hammer Tage, die ich nicht so schnell vergessen werde“, ergänzt Vroni (14).

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